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Okay. Bei Glas hat man halt wegen der niedrigen Längssteifigkeit und der hohen Quersteifigkeit der Faser wirklich ratz-fatz ZFB drin, wenn das Bauteil nicht entsprechend ausgelegt ist. Ist nicht so dramatisch, senkt halt die Steifigkeit (was bei sehr dünnwandigen Bauteilen zu Stabilitätsversagen führen kann, das wäre tragisch) und senkt die Ermüdungsfestigkeit, aber man sieht es wie gesagt gut in Glas, und man kann den Rissfortschritt gut beobachten.
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"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten 'Wo kämen wir hin?' und keiner ginge um mal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge."
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Hallo,
ich bin beeindruckt von dieser durchdachten und zugleich ästhetischen Konstruktion des Rahmens. Mich würde interessieren, wie die Rohre verbunden wurden (das Ganze erinnert ja an das Tube- to Tube- Verfahren). Auf den Fotos sieht es so aus als würde gar kein immenser Materialeinsatz nötig sein, um die Rohre zuverlässig und dauerhaft mieinander zu verkleben. Aber wie? Zweite Frage: Sind die Kerne -gerade für das Unterrohr- geteilt, oder wie wurden die Rohre denn vom Kern getrennt? Grüße |
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Hallo Toro,
wie du richtig erkannt hast ist der Rahmen im Tube to Tube aufgebaut. Die Rohrenden haben wir passgenau an die Stoßstellen angepasst und dann mit einem Zweikomponentenkleber verbunden. Das alleine hat gereicht um das Unterrohr selbst mit großer Kraft nicht mehr vom Steuerrohr lösen zu können. Nachdem verkleben wurden alle Verbindungen zusätzlich noch mit schmalen Glasfaserstreifen umwickelt. Beim Unterrohr hast du ja genau hingeschaut. Das eine Ende ist hoch und das andere Ende quer oval. Um den Kern wieder herausziehen zu können haben wir ihn in der Mitte geteilt. Dasselbe haben wir auch bei dem Sitzrohr gemacht. |
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Hallo Boris,
so langsam beginnt mich das Thema rahmenbau zu interessieren und zu faszinieren. Ein paar Fragen habe ich noch zu grundsätzlichen konstruktiven Problemen: 1. Wie binde ich Metallteile ein: Welche Klebefugen sind notwendig, wie sollten die Metallteile (Tretlagerhülse, Steuerlager, Ausfallenden) vorbereitet sein, um sie sicher zu verkleben? 2. Gibt es für jedes einzelne Rohr des Rahmens einen speziellen Faserbelgungsplan oder sollte ich für jedes Rohr den gleichen Faseraufbau wählen (0°, +/- 45°)? 3. Ist eine Lage Aramid in jedem Rohr sinnvoll oder nur in bestimmten Rohren? 4. Wie werden die einzelnen Lagen aufgebracht: Naß in naß, jede Lage einzeln mit Abreißgewebe trocknen lassen, Abreißgewebe wieder runter, nächste Lage, etc.? 5. Ist es sinnvoll Glas und Kohle im Laminat zu mischen? 6. Ist Glas als Faserwerkstoff für einen Rahmen dauerhaft haltbar? Gruß, Toro |
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@Toro, die meisten Fragen kann man mit einem "Nein!" oder "Um Gottes Willen!" beantworten, reicht das?
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Hallo Toro,
1. Die Metallteile sollten angeraut und z.B. mit Aceton gesäubert sein. 2. Bei den Rohren solltest du überlegen wie sie belastet werden. Biegung, Torsion, Druck, Zug? Der Vorteil beim Tube to Tube Verfahren ist ja gerade das du jedes Rohr genau nach den herrschender Belastung aufbauen kannst. 3. Mit Aramid kenne ich mich nicht aus. 4. Naß in naß. Anders machts keinen Sinn, die verschiedenen Lagen würden sich sonst nicht optimal verbinden. 5. Das glaube ich nicht. Aufgrund der verschiedenen technischen Eigenschaften könnten sie sich bei Belastung voneinander lösen. 6. Das kann ich dir in ein paar Monaten sagen. Geändert von Boris Helt (31.08.2010 um 16:50 Uhr). |
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Stimmt zum Teil so nicht. Bin gerade in Eile, schreibe heute Abend noch mal was dazu.
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Hallo,
1. Da sollte noch ne Lage Glasfaser zwischen Alu und Carbon, wegen der Korrosion. 3. Macht ehr weniger Sinn, würde ich weglassen. 5. Kaum, das macht das Laminat nur billiger, was dir aber bei einem Rahmen ziemlich wurscht sein dürfte 6. Glas hat eine höhere Ermüdungsfestigkeit als Alu, sofern es richtig Dimensioniert ist und es keine ZFB bzw. FB gibt. Gruß Steffen
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Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung. Wer welche findet darf sie behalten. |
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Zitat:
Zu 5 noch, nicht nur "kaum" sondern gar nicht. Abgesehen von den Kostengründen beim Rahmen egal, sorgt für phantastisches Fail-Safe-Verhalten, senkt die Leichtbaugüte aber extrem. 6., ja, FKV sind generell bei Ermüdung viel besser als Alu, sofern richtig dimensioniert, wobei hier Kohle noch mal ein Stück besser ist als Glas, nur der Vollständigkeit halber.
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