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  #1 (permalink)  
Alt 10.03.2010, 16:22
Uwe 2 Uwe 2 ist offline
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Registriert seit: 15.01.2010
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Standard Trennwachsproblem

Hallo Harzergemeinde

Ich habe ein kleines Problem beim Abformen von Urmodellen. Diese werden mit 2-K Autolack hochglänzend lackiert und mit Trennwachs von R&G behandelt. Wenn ich die Modelle direkt nach dem Aushärten des Lacks wachse und abforme gibt es in der Regel keine Probleme. Maximal das mal eine kleine Ecke Lack vom Modell mitkommt, welche ich aber ohne Probleme mit einem angeschliffenen Buchenholzpatel ertfernen kann.
Problematisch wird es, wenn die Lackierung des Modells, z.B. wegen kleiner Staubeinschlüsse nicht ganz astrein ist und ich dieses noch finishen muss.
Die Makel werden mit 2000-er Körnung nass ausgeschliffen und anschliessend mit 3M-Maschinenpolitur auf Hochglanz lackiert.
Anschliessend erfolgt nach einer Reinigung mit Silikonentferner der Trennwachsauftrag. Nur habe ich dann eben das Problem, dass beim Entformen der Negativform der grösste Teil des Lackes des Modells mitkommen und ich damit die Form in die Tonne kloppen kann.
Wo liegt der Fehler. Erzeuge ich im Lack beim Schleifen Mikroporösitäten, welche zwar durchs Polieren augenscheinlich verschwinden aber immer noch vorhanden sind und in denen sich dann das Trennwachs ablagert, anstatt auf der Lackoberfläche. Oder wird der Lack durch das Trennwachs leicht angelöst und es kommt dadurch zu diesen Schwierigkeiten.
Ist ein Versiegler mit anschliesendem semipermanentem Trennmittel vielleicht die Lösung?
Ich würde mich über Antworten und eine Lösung des Problems sehr freuen, da ich mich schon eine ganze Weile mit diesem Problem herum ärgere.
Besten Dank im Voraus, Uwe
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  #2 (permalink)  
Alt 10.03.2010, 16:48
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dodo_z dodo_z ist offline
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Standard

Schon mal Trennlack (PVA) versucht?

Hatte so etwas auch schon einmal, aber hatte mir damals keine Gedanken darüber gemacht und es als Anwenderfehler (nicht ausreichend mit Trennmittel behandelt) akzeptiert.

Bei kritischen Teilen, oder Erstabformungen nehme ich jetzt immer Trennwachs und als 2. PVA. Mit dieser Kombination hatte ich noch nie Probleme. Bei Porösen Oberflächen kann man auch einen mehrschichtigen Aufbau machen, also Wachs, PVA, Wachs, PVA, ...

dietmar
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  #3 (permalink)  
Alt 10.03.2010, 17:45
Peter Olbertz Peter Olbertz ist offline
"Der Pate"
 
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Beiträge: 1.482
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da weder Uwe noch Dietmar den Namen des Wachses verraten haben, nehme ich mal an, es handelt sich um Grundierwachs? Falls ja, dann weiter wie Dietmar schon richtig beschrieben hat.
Gruß von Peter
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  #4 (permalink)  
Alt 10.03.2010, 21:03
Uwe 2 Uwe 2 ist offline
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Registriert seit: 15.01.2010
Beiträge: 3
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@ Peter
Ich meine nicht das Grundierwachs, welches als Vorbereitung für PVA genutzt wird, sondern das Trennwachs von R&G welches als alleiniges Trennmittel eingesetzt wird.

Folientrennmittel PVA setze ich beim Modell-und Formenbau in Zwischenstadien auch sehr oft ein und weiß seine Fähigkeiten auf nicht ganz so astreinen Oberflächen sehr zu schätzen. Nur nützt mir PVA zum Abformen der fertigen Urmodelle nicht viel, da ich in den entstehenden Negativformen Carbonteile in Sichtqualität fertige. Das heisst die Formen müssen eine makellose hochglänzende Oberfläche besitzen, da es zu aufwendig wäre, die Teile im Nachgang zu polieren oder klar zu lackieren. Letzteres bringt auch nur unnötig Gewicht. Mit PVA ist das nicht möglich, da man sich zum einen bei dessen Auftrag, selbst mit Lackierpistole, Staubeinschlüsse auf der Oberfläche einfängt, zum anderen drücken auch die Spuren vom Grundierwachs durch.
Deshalb leider keine Alternative für mich.
Hat noch jemand andere Ideen.

Mfg Uwe
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  #5 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 11:08
Benutzerbild von linke Hände
linke Hände linke Hände ist offline
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Zitat:
Zitat von Uwe 2 Beitrag anzeigen
@ Peter
Ich meine nicht das Grundierwachs, welches als Vorbereitung für PVA genutzt wird, sondern das Trennwachs von R&G welches als alleiniges Trennmittel eingesetzt wird.

Folientrennmittel PVA setze ich beim Modell-und Formenbau in Zwischenstadien auch sehr oft ein und weiß seine Fähigkeiten auf nicht ganz so astreinen Oberflächen sehr zu schätzen. Nur nützt mir PVA zum Abformen der fertigen Urmodelle nicht viel, da ich in den entstehenden Negativformen Carbonteile in Sichtqualität fertige. Das heisst die Formen müssen eine makellose hochglänzende Oberfläche besitzen, da es zu aufwendig wäre, die Teile im Nachgang zu polieren oder klar zu lackieren. Letzteres bringt auch nur unnötig Gewicht. Mit PVA ist das nicht möglich, da man sich zum einen bei dessen Auftrag, selbst mit Lackierpistole, Staubeinschlüsse auf der Oberfläche einfängt, zum anderen drücken auch die Spuren vom Grundierwachs durch.
Deshalb leider keine Alternative für mich.
Hat noch jemand andere Ideen.

Mfg Uwe
Hi Uwe,
so wie ich das jetzt verstanden habe, könntest Du doch trotzdem PVA benutzen und anschließend die entstandene Formenoberfläche nachträglich noch mal ganz glatt schleifen und auf Hochglanz polieren.
Gruß Marcus
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  #6 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 13:01
Benutzerbild von Mr.Hyde
Mr.Hyde Mr.Hyde ist offline
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Nein, nass schleifen oder mit wasserhaltigen Polituren polieren fällt raus, weil das PVA wasserlöslich ist, und schleifen an sich sowieso, weil man dann die Folie abzieht, die sich gebildet hat. PVA bildet doch schon einen folienartigen glänzenden Film, das passt schon. Die Oberfläche wird halt nicht so gut, wie wenn man einfach nur mit einem guten Wachs rangeht oder mit semipermanenten Trennmitteln.

Geändert von Mr.Hyde (11.03.2010 um 13:13 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 13:06
Lazabär Lazabär ist offline
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hä? ich glaube du hast was falsch verstanden. er sagte NACHTRÄGLICH die formoberfläche nachbearbeiten und polieren. also PVA, laminieren, abformen und dann die oberfläche nachbehandeln.
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  #8 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 16:14
Uwe 2 Uwe 2 ist offline
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Das Ausschleifen und anschliessenden Polieren der Formen ist aus zwei Gründen leider nicht möglich. Zum einen sind die Teile zu verwinkelt und komlex (siehe Beispielbild einer Ritzelabdeckung Aprilia RS 125) um darin polieren zu können. Zum anderen lässt sich das Formenharz P, da es gefüllt ist, nach dem Schleifen, nicht mehr auf den Glanz polieren wie er benötigt wird.
Meine Idee war halt ein semipermanentes Trennmittel mit einem Versiegler vorneweg. Damit soll sich ja bombastisch leicht entformen lassen. Einziges Problem wäre vielleicht, dass die Trennwirkung so gut ist, dass das Formenharz Augenbildung neigt. Hat jemand Erfahrungen mir semipermanenten Trennmitteln gesammelt und kann mir damit weiterhelfen.
Wo kann ich diese am preiswertesten erhalten. Bei R&G sind sie ja nicht im Angebot.

Mfg Uwe
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  #9 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 22:20
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linke Hände linke Hände ist offline
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Registriert seit: 23.11.2006
Beiträge: 215
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@UWE,
schönes Teil, sind die hellen Stellen an den Faserkreuzungen Lichtreflektionen oder Lufteinschlüsse?
Wie und mit welchem Harz hast Du gearbeitet? Pressform?
Kannst Du Dich bitte noch hier verewigen.
@Julian
Ich hatte es so gemeint wie Lazabär es geschrieben hat.
@Uwe
Trotzdem bin ich der Meinung, dass Du die Form noch nachträglich glatt schleifen kannst, egal wie komplex sie ist, Du sollst ja keine mm runterschleifen
Gruß
Marcus
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  #10 (permalink)  
Alt 11.03.2010, 22:22
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Mr.Hyde Mr.Hyde ist offline
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Beiträge: 1.180
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Zitat:
Zitat von linke Hände Beitrag anzeigen
@Julian
Ich hatte es so gemeint wie Lazabär es geschrieben hat.
Hoppala, habe ich überlesen, sorry. Hatte mich schon gewundert, dass Du sowas schreibst
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