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  #1 (permalink)  
Alt 14.09.2009, 13:34
Rev Rev ist offline
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Registriert seit: 14.09.2009
Beiträge: 9
Frage Abgeschlossen - Abformung Prop Blatt für Static

Guten Tag die Herren!

Im Formenbau bin ich halbwegs erfahren und habe schon einiges in Sachen Flugmodellbau gemacht.

Nun stehe ich vor eine Aufgabe welche ich sehr gerne machen würde aber vor welcher ich auch eine Menge Respekt habe.

Es gilt ein original Propellerblatt (Metall) eines Oldtimers abzuformen und in GFK für eine Statische Ausstellung herzustellen. Der Prop ist lackiert, zwar relativ glatt, aber eben nur relativ. Ich möchte auf keinen Fall die Originallackierung oder den Prop selbst (z.B. beim Entformen) beschädigen.

Hat jemand so etwas schon einmal gemacht und kann Tipps geben? Mir schwebt alles mögliche vor von Frischhaltefolie als zusätzliches "Trennmittel", Druckluft zum Entformen bis zu einer Silikonform.

Dank und Gruß,
Philipp

Geändert von Rev (12.10.2009 um 09:05 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 14.09.2009, 14:39
Peter Olbertz Peter Olbertz ist offline
"Der Pate"
 
Registriert seit: 26.12.2002
Beiträge: 1.482
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Hallo Phillipp,
da bietet sich wohl ein Silikonblock an. Bei Verwendung von selbsttrennendem Silikon hast Du auch keine Sorge wegen der Beschädigung des Propellers. Der Block läßt sich mit einem Skalpell sehr gut genau an der Linie der Flügel auftrennen. Dann kannst Du hälftig laminieren und den Block wieder zusammen setzen.
Gruß von Peter
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  #3 (permalink)  
Alt 14.09.2009, 15:08
Rev Rev ist offline
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Registriert seit: 14.09.2009
Beiträge: 9
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Hallo Peter!

Vielen Dank für die Antwort! Das heißt, ich wäre mit ELASTOSIL® M 4503 am richtigen Weg?

Bisher habe ich nur Kleinteile mit Elastosil und Gießharz gemacht. Diese Formen sind meist zweiteilig.

Dieses Blatt ist 120cm lang. Spricht etwas gegen eine 2-teilige Herstellung wie im herkömmlichen Formenbau? (Angst das Blatt mit dem Skalpell zu beschädigen)

Wie erreicht man eine Längsfestigkeit in der Silikonform? Holzrahmen?

Wie immer entstehen aus einer Antwort weitere 5 Fragen

Vielen Dank für die Mühe,
Philipp
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  #4 (permalink)  
Alt 14.09.2009, 17:42
Peter Olbertz Peter Olbertz ist offline
"Der Pate"
 
Registriert seit: 26.12.2002
Beiträge: 1.482
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Hallo Phillipp,
Vielen Dank für die Antwort! Das heißt, ich wäre mit ELASTOSIL® M 4503 am richtigen Weg?
Da mußt Du auch Grundierwachs verwenden

Dieses Blatt ist 120cm lang. Spricht etwas gegen eine 2-teilige Herstellung wie im herkömmlichen Formenbau? (Angst das Blatt mit dem Skalpell zu beschädigen)
Ich dachte, daß wäre irgendein Spielzeugpropeller. Da kannst Du auch eine normale 2-teilige Form bauen.
Ansonsten sind die Silikonformen i.d.R. durch einen Kasten od. Rahmen beim Eingießen stabilisiert.
Gruß von Peter





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  #5 (permalink)  
Alt 14.09.2009, 18:39
Rev Rev ist offline
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Hallo Peter!

Da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt. Wir sprechen hir von einem recht wertvollem, seltenen und vor allem echten Propellerblatt aus den frühen 1940ern.

Das Blatt selbst muss den Abformvorgang unbeschadet überstehen.

Am liebsten wäre mir natürlich eine herkömmliche GFK Form wie ich sie gewohnt bin. Nur habe ich angst, dass beim Abformen trotz ordenlticher trennung mit Wachs und PVA etwas vom Blatt in der Form bleibt (Lack) oder das Blatt mit gewalt entformt werden muss und so schaden nimmt. Deswegen der Hang zu Silikon.

Wenn ich eine 1,2m lange Silikonform habe, dann wird diese natürlich labberig. Fürs Laminieren eher schwierig. Ich habe mir aber nochmal das Handbuch "Abformen mit Silicon" angesehen und denke, dass das der beste Weg ist. Silikonform mit Laminierkeramik und Schlössern.

Grüsse und Danke,
Philipp
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  #6 (permalink)  
Alt 15.09.2009, 00:36
SMA SMA ist offline
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Wenn das Ding so wertvoll ist, würde ich mir eine Holzkopie davon fräsen lassen und dann mit dieser arbeiten. Es gibt speziell für den Propellerbau Maschinen, die ein Urmodell abtasten und aus einem Holzklotz eine 1:1-Kopie rausfräsen. Diese Kopie kann man dann vor dem Abformen auch noch Schleifen, Macken flicken und anderweitig bearbeiten, man will ja nicht unbedingt die ganzen Beschädigungen mit abformen.

Geändert von SMA (15.09.2009 um 00:39 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 09:04
Rev Rev ist offline
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Epilog:

Nochmals Danke für die Anregungen. Ich hab in den "sauren Apfel" gebissen und das Blatt auf herkömmliche Weise abgeformt.

In diesen ersten Bildern sieht man die Form der original VDM (Vereinigte Deutsche Metallwerke) Luftschraube. Die Preisfrage lautet natürlich, wie mach ich hier eine Trennebene...

Das Blatt wurde anschließend auf eine Beschichtete Platte gelegt und mit Knetmasse fixiert. Dann ging es an die Trennebene. Im Nachhinein gesehen war dies der zeitaufwendigste Schritt an dieser Form. Die Trennebene verläuft wie eine Bergstrasse gebogen dem Blatt entlang. Leider sieht man den Verlauf auf den Bildern nicht ganz. War aber wirklich eine Sch*$% Arbeit Hierbei habe ich auch des öfteren an dem Projekt gezweifelt...
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg SANY0569.JPG (68,3 KB, 61x aufgerufen)
Dateityp: jpg Schraube.jpg (69,8 KB, 49x aufgerufen)
Dateityp: jpg SANY0572.JPG (32,3 KB, 39x aufgerufen)
Dateityp: jpg SANY0582.JPG (65,0 KB, 37x aufgerufen)
Dateityp: jpg SANY0584.JPG (77,4 KB, 49x aufgerufen)

Geändert von Rev (12.10.2009 um 09:24 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 09:25
Rev Rev ist offline
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Von der Form fehlen leider die Bilder. Können aber bei Interesse nachgereicht werden. Ich denke jedoch jeder hat so eine Form bzw. deren Erstellung bereits gesehen. Ging 1:0,98 nach R&G Handbuch.

Das Endergebnis kann ich allerdings vorweisen. Man beachte das fehlende Gewinde an der Wurzel. Dieses wurde auf Wunsch nicht mit abgeformt (Form vor dem Laminieren mit Knetmasse "behandelt")

Bis auf zwei kleine Lunker (1 x Gelcoat wohl nicht ganz richtig angerührt, 1 x Harzraupe an der Naht wohl zu dünn - beides mit ein wenig Spachtel unsichtbar gemacht) bin ich mit dem Ergebnis hoch zufrieden. Das Blatt ist ausreichend fest.

Falls für jemanden, der das in 15 Jahren mal liest, von Bedeutung:
Aufbau Laminat:
- Gelcoat silbergrau eingefärbt
- 2 x 240g Köper Silan
- Blattwurzel und erstes Drittel des Blattes zusätzlich mit 139g Kohlefaser verstärkt.

Thats all Folks!

Grüße,
Rev
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Dateityp: jpg SANY0606.JPG (44,3 KB, 42x aufgerufen)
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Geändert von Rev (13.10.2009 um 09:00 Uhr).
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  #9 (permalink)  
Alt 12.10.2009, 10:38
Peter Olbertz Peter Olbertz ist offline
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Hallo Rev,
die Form möchten wir ganz dringend sehen !!!!!
Gruß von Peter
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  #10 (permalink)  
Alt 13.10.2009, 12:19
Rev Rev ist offline
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Beiträge: 9
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Hatte eigentlich schon eine Ellenlange Antowrt geschrieben aber die ist irgendwie verschwunden Hab eine Meldung bekommen "Muss von einem Administrator freigeschalten werden"

Naja, anbei Bilder der Form. Leider ist die Qualität nicht ganz so doll aber ein schwarzes Bauteil um 05.00 Uhr früh bei Energiesparlampen richtig zu Fotographieren ist eine Kunst, welche ich nicht beherrsche.

Die Form ist zweiteilig und jede Hälfte hat ihre Höhen und Tiefen Es muss also nur beim einlegen hier ein wenig aufgepasst werden dass kein Gewebe zwischen die Formen kommt.

Nach dem Angelieren der beiden Hälften werden die Seiten "nass auf nass" mit einer Harzraupe am Rand aufeinander gelegt und verschraubt. Ein "Lappen" am Rand ist leider nicht möglich denn das 24 Stündige Einschliessen eines Lilliputaners mit Stirnlampe der den Lappen an der Kante festdrücken sollte wurde von der Gewerkschaft nicht zugelassen . Da das Bauteil aber keinen Kräften ausgesetzt wird dürfte das kein Problem darstellen. Die Naht wird sauber.

Auf einem Bild sieht man das "weg-geschummelte" Gewinde. Wenn jemand hier eine permanente Lösung hätte wäre ich dankbar. Für jedes Blatt die Knetmasse neu reinschmieren ist wirklich mühsam.

Grüsse,
Rev
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Geändert von Rev (13.10.2009 um 12:48 Uhr).
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