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Hallo Dietmar,
schönen Dank fürs Einstellen der Bilder. Was soll man dazu noch sagen? Man müßte da ja ein Buch schreiben. -mit Nachdenken, was kann wie gehen, der eigentlichen Konstruktion, Vorbereitungen und Bau aller Teile hab ich rund 2000 Stungen verbracht -alles zusammen hat 10 Monate gedauert -120 Skizzen gefertigt -100 Teile gedreht/gefräst, meistens Lutz -58 Einzelteile laminiert -13 Legepläne für belastete Teile -396 Bilder zur Dokumentation des Ablaufes Am 10.06.06 war das Gerät fertig und läuft seitdem ohne die geringsten Probleme. Abstimmungsprobleme ga es bei dem bei Ölins speziell berechneten und gefertigten Federbein, hier muße eine Feder mit geringerer Rate rein und bei der Telegabel, wo die Federn zu hart waren. Ursache dafür waren das geringe Gewicht: mit 8 l Sprit 95 kg. Das sind 25 kg weniger als das Original. Der Schalldämpfer hat inzwischen noch einen Carbon/Aramid-Mantel erhalten. Am Hinterrad wird noch gearbeitet, denn es gab unerwartete Probleme (Modell nicht i.O. und Formenverzug) Gruß von Peter |
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Vielleicht noch einige Gedanken, warum das Carbonmoped gebaut wurde. Ersten war ich schon immer ein Leichtgewichtsfanatiker ( hab mal eine 125er-Fahrwerk aus 25 Cr Mo 4
Gebaut, wog mit Schwinge 7,5 kg), aber nun im Alter fällt es besonders schwer das Moped pro Fahrtag x-aufzuheben, aus dem Dreck oder über Bäume zu ziehen oder am Hand zu werden, usw. Deshalb sollte ein richtiger Schnitt bezüglich Gewicht gemacht werden, wobei für die 250er 4-Takt ein Gewicht mit 8 l Sprit von 90 kg vorgesehen war(fiktiv). Erreicht wurden 95 kg, was in der Klasse Weltrekord ist. Außerdem hat bisher kein Hersteller im Endurosport ein Fahrwerk komplett aus Carbon vorgeführt. Zunächst kreisten die Gedanken im das Problem, wie man überhaupt ein Fahrwerk aus Carbon konzipieren kann. Denn so, wie ein normales Fahrwerk gestaltet ist, geht es mit Carbon nicht. Am Ende war ein Schraubfahrwerk die einzige Möglichkeit, die mit meinen Mitteln und Möglichkeiten umsetzbar war. Nachdem das komplette Moped 1:1 auf dem Reißbrett war und ne Menge Einzelskizzen in den verschiedenen Ansichten fertig waren, begann die Fertigung der Einzelteile. Dies waren der Steuerkopf mit Anschraubfläche, Tank als tragendes Element ohne Tunnel (nichtbedachte Folge:die Bowdenzüge mussten durch den Tank gelegt werden), vordere und hintere Unterzüge, anschraubbares Heckteil mit integriertem Luftkasten, Schwinge. Nicht zu reden von Kotflügeln, Lenker, Lampe, Fußrasten, Fußbremse, Seitenständer, Unterschutz usw. Das Fahrwerk wird von 10 Schrauben M 8 zusammengehalten, wo außerdem noch Rahmenheck, Fußrasten, Fußbremse, Unterschutz und Auspuff mit dran befestigt sind. Metall (Al) befindet sich nur als Lageraufnahme im Steuerkopf und zwei unverzichtbare Querstreben als obere Federbeinanlenkung (Federbein Einzelanfertigung von Ölins, da nicht anders passte) und Distanz zwischen den Fußrasten. Die Schwinge wurde zuerst gemacht, da konnte ich Erfahrungen vom Bau einer Carbonschwinge für eine Yamaha nutzen. Die Schwinge hat nur Al-Buchsen zur Nadelageraufnahme. Ansonsten wird die Hohlprofilschwinge im Bereich der Achsschraubung durch den genau eingepassten innenliegenden Kettenspanner vor dem Zusammendrücken geschützt. Alle Bohrungen in den Karbonteilen wurden durch Laminierspitzen, die in den Formen eingesetzt waren, realisiert. Das hat den Vorteil, dass keine Fasern unterbrochen wurden und alles 100%tig stimmt. Jede Schraube geht mit Daumendruck durchs Carbon bis zum Gewinde. Zur Fahrwerksgeometrie: Die Daten der SIMSON GS 125 von 1984 hatte ich noch, dann habe ich die Hinda CRF250X vermessen, erstaunliches Ergebnis: alle Daten bis auf Steuerkopfwinkel und Nachlauf waren identisch !! Da die damaligen Enduro gut geradeaus und weniger gut um die Ecken gingen, ist es heutigen Enduros umgedreht. Deshalb habe ich den goldenen Mittelweg gewählt und hatte dabei ein glückliches Händchen. Das Moped geht um die Ecken und geradeaus, vor allem in Rillen, ausgesprochen gut. Probleme machte eigentlich nur die Gabel- und Federbeinabstimmung. Obwohl bei Ölins genau berechnet, war der Dämpfer zu hart und bedurfte einiger Änderungen. Nun läuft das Moped seit Mitte vorigen Jahres ohne Beanstandungen und Nacharbeit jeden Sonntag 3-4 Stunden. Es ist auch nichts kaputt gegangen, einschließlich Carbonlenker, obwohl das Moped reichlich weggeschmissen wurde. |
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Hallo Stefan, Tobias, Dietmar,
gestern hab ich die ersten 3 Verbindungs/Abschlußlagen fürs Hinterrad gemacht (5Std.) dann hab ich das Laminat zwecks Einsparung des Abreißgewebes bei 5° kalt gestellt und heute die letzten 4 Lagen (6Std.) gemacht. Das Laminat war noch schön "saftig", sodaß es keine Verbundprobleme geben dürfte. Es war eine ziemliche Fummelei, wobei die Finger fast mehr zu tuen hatten, als Pinsel und Roller. Wenn der Rest gemacht ist, werde ich ein Bild einstellen. Gruß von Peter |
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Cool, da sind wir richtig gespannt!
Deine Fans Tobias und Dietmar (noch in der Werkstatt - äääh Studio..., gell Stefan) |
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wow, was soll man anderes dazu sagen! wirklich geil was du da gemacht hast, und das ist wirklich beeindruckend wie leicht das moped geworden ist!!! die ganzen bilder würden mich schon interessieren
gruß phillip |
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