Polyurethane

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Diese Seite wird momentan bearbeitet (10.04.2017).

POLYURETHANE/POLYUREA

R&G führt eine Auswahl von Polyurethan-Harzen (PUR) für unterschiedliche Anwendungen:

 

Geschichtliches

Die Polyurethane wurden 1937 von dem Chemiker O. Bayer in Leverkusen entwickelt. Sie werden seit 1940 im technischen Maßstab hergestellt und sind heute in einer außerordentlichen Vielzahl von Anwendungen vertreten.
Neben Gießharzen und elastischen PUR-Formmassen sind es vor allem PU-Schaumstoffe (PUR), die uns überall begegnen. Daher ist für die Polyurethane kein Eigenschaftsbild aufzeigbar wie bei anderen Werkstoffgruppen (z.B. Epoxy- und Polyesterharze). Differenziert wird eher nach Anwendungsgebieten.

 

K3S116B1.jpg        Herstellungsschema Polyurethane

 

PU-Hartschaum + Härter 1000


Allgemeine Eigenschaften von Formteilen

  • Niedrige Dichte (frei geschäumt 37 kg/m3)
  • Geschlossenzellig, daher keine Wasseraufnahme
  • Gute Haftung auf allen Werkstoffen
  • Gute Druckfestigkeit
  • Enthält Flammschutzmittel, geeignet für Boote

 

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung von PU-Schaum ist folgendes wesentlich

  • Kaltverarbeitbar bis zu Temperaturen von 0 °C
  • Geringe Selbsterwärmung bei der Härtung
  • Sehr schnelle Durchhärtung (ca. 140 Sekunden)


Anwendungsgebiete

Leichte Sandwichbauteile in der GFK-Technik durch nachträgliches Ausschäumen von Hohlräumen sowie zur Kälte- und Wärmedämmung.

Zugelassen für die Ausschäumung von Hohlräumen bei Rettungsbooten.


Härtung

Der PU-Hartschaum ist zweikomponentig, bedarf also zur Aushärtung des Zusatzes von Reaktionsmitteln.
Verwendet werden flüssige Härter auf Basis von MDI (Diphenylmethan-4,4´-diisocyanat). Die Mischungsverhältnisse sind vorgegeben und sollten genau eingehalten werden.

 

Die Härtungsreaktion

Der einmal begonnene Härtungsprozess setzt sich von selbst fort und kann nicht mehr unterbrochen werden. Die Härtungszeit hängt von folgendenFaktoren ab:

  • Arbeitstemperatur
  • Form und Größe des Werkstücks

Je größer diese Parameter sind, umso schneller erfolgt die Durchhärtung.


Lagerung

Günstige Lagertemperatur 15 - 20 °C, keinesfalls unter 0 °C. Gebinde stets gut verschließen, da die Komponenten feuchteempfindlich sind. ===


Arbeitsschutz

Die Hinweise zum sicheren Umgang mit Chemikalien unbedingt beachten. Die A-Komponenten sind in der Regel keine gefährlichen Zubereitungen im Sinne des Chemikaliengesetzes bzw. der Gefahrstoffverordnung. Die B-Komponenten sind gesundheitsschädlich, so daß in jedem Fall Arbeitsschutzmaßnahmen zu treffen sind. Nähere Angaben finden Sie in den Sicherheitsdatenblättern, die im Internet unter www.r-g.de als Download angeboten werden.