Erzeugt nach dem Abziehen eine gleichmäßig raue, schmierfilmfreie Oberfläche für nachfolgende Verklebungen und weitere Laminierarbeiten. Als letzte Lage direkt auf das Laminat aufbringen und nach der Aushärtung vor der Weiterverarbeitung vollständig entfernen.
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Die Preisreduzierung erfolgt im Rahmen einer Verkaufsaktion, nicht aufgrund von Qualitätsmängeln.
Das Abreißgewebe besteht aus gewaschenem, wärmebehandeltem Polyamid 6.6 (Nylon) in Leinwandbindung. Es dient als vorübergehende Abdeckung der Laminatoberfläche und wird vor dem Verkleben oder Weiterlaminieren abgezogen. Es ist keine dauerhaft im Bauteil verbleibende Verstärkungslage.
| Flächengewicht |
95 g/m² |
| Gewebebreite |
150 cm |
| Material |
100 % Polyamid 6.6 (Nylon) |
| Bindung |
Leinwand |
| Ausrüstung |
Gewaschen bzw. gereinigt und wärmebehandelt |
| Kennfäden |
Rot, im Abstand von ca. 30 mm, in Kettrichtung verlaufend |
| Fadenzahl, Kette × Schuss |
19 × 19 Fäden/cm |
| Dicke |
Mindestens 0,17 mm |
| Zugkraft, Kette |
Mindestens 1.040 N |
| Zugkraft, Schuss |
Mindestens 930 N |
| Prüfnorm der Zugprüfung |
CSN EN ISO 13934-1 |
| Erweichungspunkt* |
235 °C |
| Schmelzpunkt laut Produktinformation* |
250 °C |
* Erweichungs- und Schmelzpunkt sind Werkstoffkenndaten und keine freigegebenen Verarbeitungstemperaturen. Bei erhöhten Prozesstemperaturen die Eignung des Gewebes für den vorgesehenen Aufbau vorab prüfen.
Eigenschaften und Vorteile
Durch die Reinigung nach dem Weben werden Schlichterückstände weitgehend entfernt. Das auflaminierte Abreißgewebe schützt die abgedeckte Oberfläche bis zur Weiterverarbeitung vor Verschmutzung. Die roten Kennfäden erleichtern die Sichtkontrolle auf verbliebene Gewebereste.
Die nach dem Abziehen entstehende Oberflächenstruktur kann den Aufwand für anschließende Schleifarbeiten reduzieren. Die Anforderungen des verwendeten Harz- und Klebstoffsystems an die Oberflächenvorbereitung bleiben dabei maßgeblich.
Anwendungen
- Vorbereitung von Klebeflächen und Anschlusslaminaten an Faserverbundbauteilen, beispielsweise im Formenbau, Bootsbau sowie bei CFK- und GFK-Reparaturen.
- Vorübergehender Schutz der Laminatoberfläche während Lagerung und Transport bis zur Weiterverarbeitung.
- Abreißlage direkt auf dem Laminat beim Handlaminieren sowie in geeigneten Vakuumpress- und Infusionsaufbauten.
Geeignete Harzsysteme
Für Epoxid-, Vinylester- und Polyesterharze geeignet.
Verarbeitung
Beim Handlaminieren: Das Abreißgewebe als letzte Lage auf das noch nasse Laminat auflegen, gleichmäßig mit Harz benetzen und glatt anlegen. Lufteinschlüsse und Falten im Bereich der späteren Klebefläche vermeiden.
Bei Vakuumverfahren: Das Gewebe liegt unmittelbar auf der obersten Verstärkungslage. Weitere Hilfsmaterialien wie Lochfolie, Saugvlies oder Fließhilfe werden entsprechend dem gewählten Verfahren darüber angeordnet. Bei der Infusion wird das Abreißgewebe zusammen mit dem trockenen Aufbau positioniert und während des Prozesses mit Harz durchtränkt.
Nach der Aushärtung: Das Gewebe kann bis zur vorgesehenen Weiterverarbeitung auf dem Bauteil verbleiben. Vor dem Verkleben oder Aufbringen weiterer Laminatlagen vollständig abziehen und die Oberfläche auf Gewebereste und Verunreinigungen kontrollieren.
Hinweis für Verklebungen: Eine raue Oberfläche allein ersetzt nicht die Prüfung der gesamten Klebeverbindung. Die Verarbeitungsvorgaben des Harz- und Klebstoffherstellers beachten und die Eignung bei anspruchsvollen Anwendungen anhand eines repräsentativen Aufbaus prüfen.
Lagerung und Sauberkeit
Allgemeine Lagerempfehlung: Das unbenutzte Gewebe sauber und trocken, möglichst in geschlossener Originalverpackung, aufbewahren. Vor Staub, Öl, Fett und anderen Verunreinigungen schützen, damit diese nicht auf die spätere Klebefläche übertragen werden.