Fein gemahlene E-Glasfasern (0,2 mm) zur Verstärkung
von Klebe-, Spachtel- und Formmassen.
Für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze geeignet.
Schnell und einfach benetzbar.
Gemahlene Glasfasern sind feine Kurzfasern aus E-Glas
zur Verstärkung von Kunstharzmischungen. Sie ermöglichen
faserverstärkte Klebe-, Spachtel- und Formmassen
und können deren mechanische Eigenschaften verbessern.
Durch die geringe Faserlänge von nominell 0,2 mm
lassen sie sich gleichmäßig in Harzsysteme einarbeiten.
Die silanbasierte Schlichte unterstützt die Benetzung
und Anbindung an die Harzmatrix.
Technische Daten
| Faserart |
E-Glas |
| Faserquerschnitt |
Rund |
| Faserdurchmesser |
9–14 µm |
| Mittlere Faserlänge |
230 µm |
| Maximale Faserlänge |
1.300 µm |
| Faserlängenverteilung |
> 30 % unter 125 µm; > 70 % unter 250 µm |
| Dichte |
2,53–2,55 g/cm³ |
| Schüttgewicht |
ca. 450 g/l |
| Stampfvolumen |
190 ml/100 g |
| Rieselfähigkeit |
Noch gut |
| Schlichte |
Silanbasis, 0,5–1,5 % |
| Feuchtigkeit bei Lieferung |
max. 0,3 % |
| Farbe |
Weiß |
| Dauer-Trockenhitzebeständigkeit |
ca. 315 °C |
| Erweichungstemperatur |
ca. 840 °C |
| Licht-, Wetter- und Alterungsbeständigkeit |
Gut |
| Säurenbeständigkeit |
Gut |
| Laugenbeständigkeit |
Bedingt beständig |
| Lösungsmittelbeständigkeit |
Gut |
| Quellwert in Wasser |
0 % |
Die Temperatur- und Beständigkeitsangaben beziehen
sich auf den Glasfaserwerkstoff. Die Eigenschaften
und zulässigen Einsatztemperaturen ausgehärteter
Formmassen hängen vom verwendeten Harzsystem ab.
Vorteile
- Schnelle und einfache Benetzung mit geeigneten Kunstharzen
- Für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze geeignet
- Feine Faserverstärkung von Klebe-, Spachtel- und Formmassen
- Gleichmäßige Einarbeitung durch geringe Faserlänge
- Gute chemische und thermische Beständigkeit des Glasfaserwerkstoffs
Typische Anwendungen
- Faserverstärkte Spachtel- und Klebemassen
- Pressmassen und Formteile
- Kunststoffputze und Kitte
- Korrosionsschutzbeschichtungen
- Füll- und Reparaturmassen im Boots- und Modellbau
- Faserverstärkter Ersatz für asbesthaltige Rezepturen
Verarbeitung
Bei Zweikomponentensystemen Harz und Härter zunächst
im vorgeschriebenen Mischungsverhältnis gründlich
vermischen. Anschließend die gemahlenen Glasfasern
portionsweise einrühren, bis eine gleichmäßige
Verteilung erreicht ist.
Die Zugabemenge richtet sich nach Harzsystem,
Verarbeitungsverfahren und gewünschter Konsistenz.
Für standfeste Klebe- und Spachtelmassen können
geeignete Füll- oder Thixotropiermittel ergänzt werden.
Eine Probemischung wird empfohlen.