Aluminiumpulver
Feines Aluminiumpulver zum Anmischen von Gieß- und Formmassen auf Basis von Epoxidharz, Polyesterharz und Vinylesterharz. Es wird eingesetzt, wenn Formmassen druckfester, schlagzäher, wärmeleitfähiger und dimensionsstabiler eingestellt werden sollen.
Besonders bewährt ist Aluminiumpulver im Formenbau, bei Gießmassen, bei hinterfüllten Deckschichten sowie bei aluminiumgefüllten Formmassen. Die Zugabemenge kann schrittweise erhöht werden, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist – von fließfähig bis pastös oder knetbar.
- Erhöht Schlagzähigkeit und Druckfestigkeit von Gieß- und Formmassen
- Verbessert die Wärmeleitfähigkeit der gefüllten Harzmasse
- Verringert den Härtungsschwund
- Für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze geeignet
- Für Aluminium-Formenharz und gut streichfähige Deckschichten einsetzbar
Ausführliche Beschreibung
Aluminiumpulver ist ein feiner, metallischer Füllstoff zum Anmischen von Gieß- und Formmassen. Es wird der bereits verarbeitungsfertigen Harz/Härter-Mischung zugegeben und verbessert je nach Füllgrad die mechanischen und thermischen Eigenschaften der Formmasse.
Aus Sicht der Verarbeitungstechnik ist Aluminiumpulver besonders interessant, wenn eine Harzmasse härter, druckfester und formstabiler eingestellt werden soll. Gleichzeitig wird die Wärmeleitfähigkeit der gefüllten Formmasse erhöht. Das ist im Formenbau vorteilhaft, wenn Wärme gleichmäßiger in der Form verteilt werden soll.
Ein weiterer praktischer Vorteil liegt in der Reduzierung des Härtungsschwundes. Hoch gefüllte Gieß- und Formmassen arbeiten formstabiler und eignen sich daher gut für technische Abgüsse, Hinterfüllungen, Formaufbauten und belastbare Formbereiche.
Die Konsistenz lässt sich über die Zugabemenge einstellen. Bei niedrigerem Füllgrad bleibt die Mischung eher fließfähig. Mit zunehmender Zugabe entsteht eine pastöse bis knetbare Masse. Nicht ablaufende Einstellungen werden durch einen hohen Füllgrad oder durch zusätzliche Zugabe eines geeigneten Thixotropiermittels erreicht.
Typische Anwendungen
- Gieß- und Formmassen mit erhöhter Druckfestigkeit
- Formenbau und Modellbau
- Hinterfüllungen von Formen und Deckschichten
- Aluminiumgefüllte Epoxidharz-Deckschichten
- Formmassen mit verbesserter Wärmeleitfähigkeit
- Technische Abgüsse und Reparaturmassen
- Pastöse oder knetbare Harzmassen
Verarbeitung
Das Aluminiumpulver wird in die fertig angemischte Harz/Härter-Mischung eingerührt. Die Zugabe sollte schrittweise erfolgen, damit die gewünschte Konsistenz kontrolliert eingestellt werden kann.
Beim Einrühren ist auf eine gleichmäßige Benetzung des Pulvers zu achten. Das Pulver langsam zugeben und gründlich mischen, bis eine homogene Masse entsteht. Je höher der Füllgrad, desto zäher wird die Mischung und desto sorgfältiger muss gemischt werden.
| Zugabe | In die verarbeitungsfertige Harz/Härter-Mischung |
| Konsistenz | Je nach Füllgrad von fließfähig bis pastös oder knetbar |
| Zugabemenge | Schrittweise erhöhen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist |
| Nicht ablaufende Mischung | Durch hohen Füllgrad oder zusätzliche Zugabe von Thixotropiermittel |
| Geeignete Harzsysteme | Epoxidharze, Polyesterharze und Vinylesterharze |
Aluminium-Formenharz / gefüllte Deckschicht
Für ein Aluminium-Formenharz kann als Basis EP-Gelcoat farblos mit den Härtern S, L oder EPH 161 verwendet werden. Das Aluminiumpulver wird in die fertige EP-Gelcoat/Härter-Mischung eingerührt.
| Basis | EP-Gelcoat farblos + Härter S, L oder EPH 161 |
| Zugabe | Aluminiumpulver in die fertige EP-Gelcoat/Härter-Mischung einrühren |
| Mischungsverhältnis | 100 Gewichtsteile Harz/Härter-Mischung : 100 Gewichtsteile Aluminiumpulver |
| Ergebnis | Thixotrope, gut streichfähige Epoxidharz-Deckschicht mit hoher Oberflächenhärte und Kratzbeständigkeit |
Diese Einstellung ergibt eine gut streichfähige, aluminiumgefüllte Epoxidharz-Deckschicht. Sie eignet sich besonders für Formoberflächen, bei denen hohe Oberflächenhärte, gute Kratzbeständigkeit und verbesserte Wärmeleitung gewünscht sind.
Technische Daten
| Korngröße > 63 µm | max. 5 % der Partikel |
| Korngröße > 32 µm | 45–70 % der Partikel |
| Aluminiumgehalt | 99,7 % |
| Dichte | 2,7 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 660 °C |
Verarbeitungshinweise aus der Praxis
Für gleichmäßige Ergebnisse das Aluminiumpulver langsam einstreuen und sorgfältig einarbeiten. Bei höheren Füllgraden empfiehlt sich portionsweises Zugeben, damit keine trockenen Pulvernester entstehen und die Harzmasse homogen bleibt.
Bei sehr hoch gefüllten Mischungen verändert sich das Fließverhalten deutlich. Deshalb vor größeren Anwendungen eine kleine Probemischung herstellen und Konsistenz, Topfzeit, Auftragbarkeit und Aushärtung prüfen.
Beim Umgang mit pulverförmigen Füllstoffen Staubbildung vermeiden, Pulver nicht einatmen und geeignete persönliche Schutzausrüstung verwenden. Sicherheitsdatenblatt beachten.
Passende Produkte
Je nach Anwendung kann Aluminiumpulver mit geeigneten Epoxidharzen, Polyesterharzen oder Vinylesterharzen kombiniert werden. Für nicht ablaufende Mischungen kann zusätzlich ein Thixotropiermittel eingesetzt werden. Für aluminiumgefüllte Deckschichten eignet sich EP-Gelcoat farblos mit passendem Härter.
FAQ
Wofür wird Aluminiumpulver in Harzsystemen verwendet?
Aluminiumpulver wird als metallischer Füllstoff eingesetzt, um Gieß- und Formmassen mechanisch und thermisch zu verbessern. Es erhöht die Druckfestigkeit, verbessert die Wärmeleitfähigkeit und reduziert den Härtungsschwund.
Kann Aluminiumpulver mit Epoxidharz verwendet werden?
Ja. Aluminiumpulver eignet sich für Epoxidharze sowie auch für Polyester- und Vinylesterharze. Es wird immer in die fertig angemischte Harz/Härter-Mischung eingerührt.
Wie viel Aluminiumpulver wird zugegeben?
Die Zugabemenge richtet sich nach der gewünschten Konsistenz und Anwendung. Sie kann schrittweise erhöht werden, bis die Mischung von fließfähig bis pastös oder knetbar eingestellt ist.
Wie stellt man eine aluminiumgefüllte Epoxidharz-Deckschicht her?
Als Basis kann EP-Gelcoat farblos mit Härter S, L oder EPH 161 verwendet werden. In die fertige EP-Gelcoat/Härter-Mischung werden 100 Gewichtsteile Aluminiumpulver auf 100 Gewichtsteile Harz/Härter-Mischung eingerührt.
Wird die Mischung durch Aluminiumpulver nicht ablaufend?
Bei hohem Füllgrad kann eine pastöse, nicht ablaufende Mischung entstehen. Falls erforderlich, kann zusätzlich ein geeignetes Thixotropiermittel verwendet werden.
Aluminiumpulver, Dose/ 250 g
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Mögliche Gefahren - Aluminiumpulver
Einstufung des Stoffs oder Gemischs
Das Produkt ist gemäß CLP-Verordnung nicht eingestuft.Kennzeichnung gemäß Verordnung (EG) Nr. 1272/2008: entfällt
Gefahrenpiktogramme: entfällt
Gefahrenhinweise: entfällt
Signalwort: entfällt

