Epoxidharz-Klebefilm zur Verbindung von Prepregs mit Wabenkernen, Schaumkernen und metallischen Komponenten.
SIGRAPREG® F 147-E322/100 % wird zwischen die zu verbindenden Materialien eingelegt und unter Wärme und Druck ausgehärtet. Der Film enthält 147 g/m² Epoxidharz und ermöglicht damit einen definierten Harzeintrag in den Bauteilaufbau.
SIGRAPREG® F 147-E322/100 % ist ein dünner Epoxidharz-Klebefilm für die Verarbeitung unter Wärme und Druck. Der Klebefilm wird zwischen die zu verbindenden Materialien eingelegt. Beim Erwärmen wird das Harz fließfähig, benetzt die angrenzenden Oberflächen und härtet anschließend aus.
Typische Anwendungen sind Sandwich- und Hybridbauteile, bei denen Prepregs mit Wabenkernen, Schaumkernen oder metallischen Komponenten verbunden werden.
Typische Anwendungen
Prepreg mit Waben- oder Schaumkern
Der Klebefilm wird zwischen Prepreg und Kernmaterial eingelegt.
Typischer Aufbau:
Prepreg → Epoxidharz-Film → Wabenkern bzw. Schaumkern → Epoxidharz-Film → Prepreg
Der Film bildet dabei die Harz- bzw. Klebeschicht zwischen Decklage und Kernmaterial.
Prepreg mit Metall
SIGRAPREG® Klebefilme können auch zur Verbindung von Prepregs mit metallischen Komponenten eingesetzt werden.
Typischer Aufbau:
Prepreg → Epoxidharz-Film → Metall
Die Oberflächen müssen für eine Verklebung geeignet und entsprechend vorbereitet sein. Die Eignung ist für den jeweiligen Werkstoff und Anwendungsfall zu prüfen.
Zusätzlicher Harzeintrag
Der Film besteht vollständig aus Epoxidharz und bringt 147 g Harz pro m² in den Aufbau ein. Er kann deshalb auch eingesetzt werden, wenn innerhalb eines Laminataufbaus eine zusätzliche, definierte Harzmenge erforderlich ist.
Ob und in welchem Umfang damit trockenes Verstärkungsmaterial imprägniert werden kann, hängt unter anderem von Art des Verstärkungsmaterials, Flächengewicht, Lagenzahl, Temperatur, Druck und Prozesszeit ab. Diese Anwendung sollte durch Vorversuche abgesichert werden.
Verarbeitung
Das Material auf die benötigte Größe zuschneiden und das Schutz- bzw. Trägerpapier vor dem Laminieren entfernen. Bei Lagerung bei −18 °C das Material vor dem Öffnen der Verpackung auf Raumtemperatur bringen. Dadurch wird Kondensatbildung auf dem kalten Material vermieden.
Der Klebefilm wird zwischen den zu verbindenden Werkstoffen positioniert und anschließend zusammen mit dem gesamten Bauteil unter Wärme und Druck ausgehärtet.
Für das Harzsystem E322 gibt SGL Carbon einen Aushärtetemperaturbereich von 90–140 °C an. Die konkrete Aushärtezeit sowie Temperatur- und Druckführung richten sich nach dem verwendeten Prepreg, dem Bauteilaufbau und dem jeweiligen Fertigungsverfahren.
Die Verarbeitung kann beispielsweise in einer Presse, einem geschlossenen Werkzeug, unter Vakuum oder bei entsprechend ausgelegten Prozessen im Autoklaven erfolgen.
Technische Daten
| Materialtyp | SIGRAPREG® F 147-E322/100 % |
| Breite | 60 cm |
| Flächengewicht | 147 g/m² |
| Dicke | ca. 150 µm |
| Harzsystem | Epoxid E322 |
| Harzanteil | 100 % |
| Glasübergangstemperatur Tg | 120 °C |
| Aushärtetemperatur | 90–140 °C |
Lagerung
Bei 20 °C: 90 Tage
Bei −18 °C: 12 Monate
Tiefgekühlt gelagertes Material vor dem Öffnen der Verpackung vollständig auf Raumtemperatur bringen.
Anwendungshinweis:
Aushärtebedingungen und Prozessparameter sind auf den jeweiligen Materialaufbau abzustimmen. Bei neuen Materialkombinationen oder abweichenden Fertigungsbedingungen sind Vorversuche empfehlenswert.