Bau einer Pressvorrichtung für Rechteckprofile: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Werkzeuge werden nur eine präzise Kreissäge mit Anschlag und Hartmetallsägeblatt, eine Ständerbohrmaschine (ggf. auch Handbohrmaschine), Bohrer und ein Kreuzschlitzschraubendreher (bzw. Akkuschrauber) benötigt.
 
Als Werkzeuge werden nur eine präzise Kreissäge mit Anschlag und Hartmetallsägeblatt, eine Ständerbohrmaschine (ggf. auch Handbohrmaschine), Bohrer und ein Kreuzschlitzschraubendreher (bzw. Akkuschrauber) benötigt.

Version vom 17. Juni 2015, 10:35 Uhr

Pressvorrichtung für Rechteckprofile mit der Breite von 10 mm

Von Dipl.-Ing. Volkmar Schneider

volkmar.schneider@r-g.de


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Die vorgestellte Pressvorrichtung wurde so konzipiert, dass sie mit herkömmlichen Werkzeugen einer Heimwerkerwerkstatt realisierbar ist.

Als Werkzeuge werden nur eine präzise Kreissäge mit Anschlag und Hartmetallsägeblatt, eine Ständerbohrmaschine (ggf. auch Handbohrmaschine), Bohrer und ein Kreuzschlitzschraubendreher (bzw. Akkuschrauber) benötigt.

Die Durchmesser der Bohrer richten sich nach den verwendeten Blechtreibschrauben. Im vorliegenden Beispiel wurden Senkkopf-Blechtreibschrauben mit einem Durchmesser von 4 mm verwendet.

Die Länge aller Platten und die Anzahl der Bohrungen in Längsrichtung der „Grundplatte“ und der „Grundplatte-oben“ kann persönlichen Bedürfnissen angepasst und ggf. reduziert oder erweitert werden.

Als Material für die Platten der Vorrichtung wird Polypropylen (PP) verwendet, da dieses Material hervorragende, gegenüber Harzen und Klebstoffen selbsttrennende, Eigenschaften aufweist. Da es bis 110° C temperaturstabil ist, kann es auch einer Erwärmung des Presslings durch die exotherme Reaktion während des Härtevorgangs widerstehen.


Da es Anbieter für das genannte Material gibt, die sog. „Sägeware“, also Zuschnitte verkaufen, liegt der Gesamtpreis für die Vorrichtung unter 50,- €.


Aufbau der Vorrichtung

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Das Bild zeigt den prinzipiellen Aufbau.

Hier sind Unter- und Oberteil getrennt, die getränkten Rovingstränge können eingelegt werden.

Pressvorrichtung 2.jpg

Die Pressvorrichtung im geschlossenen Zustand (ohne Roving).

Zwischen den Seitenplatten, von denen zwei Stück benötigt werden, und der oberen Grundplatte ist eine (graue) Beilage zu erkennen, die die Profilhöhe beim Pressen definiert (in unserem Beispiel 13 mm).

Pressvorrichtung 3.jpg


Hier der Zustand der Vorrichtung nach dem Einlegen der getränkten Rovingstränge, jedoch vor dem Verpressen.




Einzelteilzeichnungen für den Nachbau (nicht maßstäblich):

Pressvorrichtung 4.jpg

Grundplatte-unten

(1x)

Pressvorrichtung 5.jpg

Grundplatte-oben

(1x)

Pressvorrichtung 6.jpg

Seitenplatte

(2x)

Pressvorrichtung 7.jpg


Pressplatte

(1x)


Alle Teile bestehen aus einer 10 mm starken Polypropylen-Platte.

Bestellt man eine Platte, deren eine Kantenlänge der späteren Länge der Form entspricht, müssen „nur“ die entsprechenden Streifen mittels eine Anschlages auf dem Sägetisch zugeschnitten werden. Anschließend werden die Löcher entsprechend der Zeichnungen gebohrt und die Einzelteile mittels Blechtreibschrauben verbunden.


Je nach Notwendigkeit kann die Vorrichtung durch Schraubzwingen oder durch Beschwerungen zusammen gedrückt werden.


Vorsicht! Unbedingt eine Auffangwanne für das überschüssige Material unterstellen! Mit etwas Übung können getränkte und ungetränkte Rovings derart eingelegt werden, dass der Anteil überschüssigen Harzes gering bleibt.


Eine Vorrichtung zum Tränken der Roving ist hier zu finden:
http://www.r-g.de/w/images/4/49/Rovingtraenkvorrichtung.pdf