Das Injektionsverfahren: Unterschied zwischen den Versionen

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<br>Beim Injektionsverfahren wird zunächst das trockene Verstärkungsmaterial in die Form eingelegt. Die Imprägnierung mit Harz erfolgt erst nach dem Schließen der Form, indem die Matrix (Harz) in die Form eingespritzt oder eingesaugt wird.<br><br>Als '''[http://de.wikipedia.org/wiki/Resin_Transfer_Moulding RTM] (Resin Transfer Moulding)''' bezeichnet man das Verfahren, bei dem die Harz/Härter-Mischung aus einem Vorratsbehälter in die Form eingebracht wird, während beim '''[http://de.wikipedia.org/wiki/Reaction_Injection_Moulding RIM] (Resin Injection Moulding)'''-Verfahren die hochreaktiven Komponenten erst unmittelbar vor dem Einspritzen gemischt werden.  
 
<br>Beim Injektionsverfahren wird zunächst das trockene Verstärkungsmaterial in die Form eingelegt. Die Imprägnierung mit Harz erfolgt erst nach dem Schließen der Form, indem die Matrix (Harz) in die Form eingespritzt oder eingesaugt wird.<br><br>Als '''[http://de.wikipedia.org/wiki/Resin_Transfer_Moulding RTM] (Resin Transfer Moulding)''' bezeichnet man das Verfahren, bei dem die Harz/Härter-Mischung aus einem Vorratsbehälter in die Form eingebracht wird, während beim '''[http://de.wikipedia.org/wiki/Reaction_Injection_Moulding RIM] (Resin Injection Moulding)'''-Verfahren die hochreaktiven Komponenten erst unmittelbar vor dem Einspritzen gemischt werden.  

Version vom 2. September 2010, 14:23 Uhr


Injektionsverfahren


Beim Injektionsverfahren wird zunächst das trockene Verstärkungsmaterial in die Form eingelegt. Die Imprägnierung mit Harz erfolgt erst nach dem Schließen der Form, indem die Matrix (Harz) in die Form eingespritzt oder eingesaugt wird.

Als RTM (Resin Transfer Moulding) bezeichnet man das Verfahren, bei dem die Harz/Härter-Mischung aus einem Vorratsbehälter in die Form eingebracht wird, während beim RIM (Resin Injection Moulding)-Verfahren die hochreaktiven Komponenten erst unmittelbar vor dem Einspritzen gemischt werden.


1.41 Injektion neu.jpg


Für die Herstellung komplizierter Bauteile ist es sinnvoll, vorgeformte Verstärkungsmaterialien zu verwenden. Hauptsächlich werden thermoplastisch gebundene Matten und Gewebe eingesetzt, die vorher durch Wärme vorgeformt wurden. Eine zweite Variante sind geflochtene oder gewickelte „Vorformlinge“, die auf einem Formkern mit wechselndem Durchmesser aufgebaut werden.

Aufgrund der geringen Fließgeschwindigkeit des Harzes und der Fixierung der Fasern bleibt die vorgesehene Faserorientierung erhalten, was zu reproduzierbar guten mechanischen Eigenschaften der Bauteile führt.


Geeignete Materialien

Als Matrix (Bettungsmasse) werden niedrigviskose Epoxyd- und Polyesterharze verarbeitet. Zur Verstärkung eigenen sich die speziell für diesen Zweck hergestellten und oberflächenbehandelten Glas-, Aramid- und Kohlefasern in Form von Geweben, Gelegen, Bändern, Vliesen und Matten.


Formen

  • GFK- oder Aluminiumformen bei Prototypen und Kleinserien (im RTM-Verfahren)
  • Beheizte Stahl- oder Aluminiumformen bei größerer Stückzahl (im RIM-Verfahren)


Merkmale des Injektionsverfahrens:

  • Formkosten sind bei RIM und RTM etwa gleich, aber höher als beim Vakuumverfahren
  • Höhere Investitionskosten beim RIM-Verfahren als bei RTM
  • Zykluszeiten bei RTM je nach Harz einige Stunden (in be-heizten Formen), RIM erheblich kürzer durch Verwendung reaktiverer Matrixsysteme