Grundlagen + Verarbeitungshinweise:Vakuuminfusion

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Vakuuminfusionsverfahren am Beispiel einer Motorhaube

(Prototypenbau für einen Serienhersteller)

Bei allen nachfolgenden Schritten werden die Verstärkungsgewebe trocken eingelegt. Damit sich die Lagen nicht untereinander verschieben, werden sie mit Sprühkleber Aerofix 2 (R&G Lieferprogramm) schwach verklebt. Aerofix 2 ist ein Klebespray auf Styren-Basis, das speziell für das Verbinden von leichten und mittelschweren, insbesondere faserverstärkten Materialien wie Glas- und Kohlefasern, aber auch von Schaumplatten (z.B. Depron®) und leichten Holzarten (z.B. Balsaholz) entwickelt wurde. Aerofix 2 ist transparent, hinterlässt keine sichtbaren Spuren und lässt sich schnell auf große Flächen auftragen.

Verwendete Materialien


  • UP-Vorgelat farblos + Härter MEKP 
  • Epoxydharz L + Härter EPH 294
  • Kohlegewebe 245 g/m2, Kohle-Biaxialgelege 411 g/m2
Hilfsmittel für Vakuumtechnik
  • R&G Vakuumpumpe P 2
  • Vakuumfolie
  • Vakuum-Dichtband
  • Aerofix 2-Spray
  • Abreißgewebe
  • Entlüftungsnetz
  • Lochfolie P1
  • Spiral-Plastikschlauch
  • T-Verbinder
  • Pumpenschlauch

Verarbeitungsschritte

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Bild 1 und 2:  Auf das über Nacht gehärtete UP-Vorgelat wurden die Gewebe-/Gelegelagen mittels Aerofix 2 in die Form trocken aufgeklebt. 

Die Sicken wurden entsprechend eingeschnitten und separat mit Gewebe belegt


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Bild 3 und 4: "Aufkleben" weiterer Lagen Kohlefaser-Biaxialgelegemit Aerofix 2


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Bild 5 und 6: Auf den Gewebeaufbau wurde ein zusätzliches Abreißgewebe mit Aerofix 2 aufgeklebt

Am Rand ist der mittels Dichtband fixierte Spiralschlauch zu sehen


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Bild 7: Die Verschaltung des Spiralschlauchs erfolgte mit einem T-Verbinder, auf den kurze Stücke Pumpenschlauch aufgesteckt wurden.

Diese passen genau in in den Spiralschlauch und sorgen für eine gute Luftleitung

Bild 8: Die gesamte Nutzfläche ist mit Abreißgewebe versehen. Die Sicken wurden wieder entsprechend eingeschnitten und zusätzlich belegt


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Bild 9: Abreißgewebe wird bis zum Spiralschlauch gelegt

Bild 10: Lochfolie wird auf die komplette Nutzfläche aufgebracht


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Bild 11: Im Bereich der Sicken wurde die Lochfolie eingeschnitten

Bild 12: Entlüftungnetz zur Harzverteilung wurde eingelegt


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Bild 13: Im Bereich der Sicken wurde die Entlüftungsnetz eingeschnitten

Bild 14: Das Entlüftungsnetz endet kurz vor der Vakuum-Ringleitung aus Spiralschlauch


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Bild 15: Die Vakuumfolie schließt die Form am Rand bündig ab. Der Spiralschlauch ist nahe der Bauteilgeometrie platziert

Bild 16: Hier ist die großzügig in Falten gelegte Folie gut sichtbar



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Bild 17 und 18: Die Vakuumfolie wird mehrfach in Falten am Formenrand befestigt, um keine Überspannung im Bereich der Nutzfläche zu erhalten


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Bild 19 und 20: Ein Mesh-Tube in der Bauteilmitte dient als Harzverteiler


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Bild 21: Harz- und Vakuumleitung

Bild 22: Die Fließfront verteilt sich der Bauteilgeometrie entsprechend kreisförmig nach aussen


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Bild 23: Die Fließfront ist am Randbereich angekommen

Bild 24: Das Bauteil ist fast vollständig gefüllt