Spread-Tow-Gewebe und deren Verarbeitung

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TeXtreme - Spread Tow Fabrics.jpg Oxeon F1.jpg


Leichte Kohlefaser-Gewebe aus gespreizten Garnen


2009 klubba ws.jpg 2009 formelbil ws.jpg 2009 bil ws.jpg 2009 aviation ws.jpg

Fotos: Oxeon


Textreme auf Facebook


Spread = Spreizen
Tow = Strang (in diesem Zusammenhang: Garn)

Die Garne werden vor dem Webprozess zunächst gekämmt und auf eine bestimmte Breite gespreizt (bei Oxeon sind 20 mm und 50 mm Breite Standard). Die so hergestellten Bänder werden zu Geweben weiterverarbeitet, die sich TeXtreme® nennen. Durch die große Breite der Bänder weist das daraus gefertigte Gewebe eine deutlich geringere Welligkeit der Fasern (Ondulation) auf, so daß die Eigenschaften letzterer deutlich besser umgesetzt werden können. Ein weiterer Vorteil dieser speziellen Technik ist auch, dass Garne mit deutlich größerer Filamentanzahl bzw. höheren Titern (Feinheit bzw. Gewicht des Garnes) in 12k (800 tex) und 24k (1600 tex) dafür verwendet werden können, die im Vergleich zu 1k- oder 3k-Garnen erheblich günstiger sind. (1k = 1000 Filamente pro Garn, tex = g /1000 m)

TeXtreme® Spread Tow Fabric (STF) steigert die Leistungsfähigkeit Ihrer Faserverbundbauteile und sorgt sowohl für eine Gewichtsreduzierung als auch für eine Oberflächenqualität, die eine neue, einzigartige Designästhetik ermöglicht. Das Gewebe ist drapierfähig und einfach in der Handhabung beim Einlegen und Zuschneiden. TeXtreme® ist erhältlich in einer Vielzahl unterschiedlicher Flächengewichte und Fasertypen.

Entscheidende Vorteile von TeXtreme®

  • Gewichtsreduzierung bis zu 20 % oder mehr möglich
  • Gesteigerte mechanische Leistungsfähigkeit
  • Sehr gute Oberflächenqualität
  • Einzigartige Designästhetik
  • Einfach zu handhaben und zu schneiden durch einen stabilen Aufbau


Textreme technology.jpg FreeWaveTextreme action pic small.jpg



Oxeon helmz z1.jpg

Anwendungsbeispiel Helmbau


Produkte im Lieferprogramm von R&G

Alle Spread-Tow-Gewebe


Fehlerklassifizierung des Herstellers Oxeon®


Bedingt durch den Herstellungsprozess kommt es vereinzelt zu "Webfehlern", die hauptsächlich aus angesetzten Kettbändern bestehen. Diese werden im Gewebe selbst und am Rand der Rolle mit farbigen Klebebandmarkierungen angezeigt. Es ist möglich, diese Markierungen mittels Wärme (Heißluftpistole) rückstandsfrei zu entfernen.
Bis zu einer Rollenlänge von 3 m gewährleisten wir eine fehlerfreie Aufmachung.


Textreme Fehlerkennzeichnung.jpg TeXtreme Quality report.png


Quality-Report Datei:TeXtreme Quality report.pdf



TeXtreme® bei High-Tech Modell-Tragflächen


1 Textreme 1.jpg

Bild 1: Zuschneiden des schiebefestenTeXtreme®-Gewebes (in diesem Fall TeXtreme® 80 g/m2) mittels Schablone und Cutter oder Rollmesser. Zuschnitte können ohne Ausfransen vorgenommen werden. Dabei ist eine entsprechende Schneidunterlage sinnvoll.


2 Textreme 2.jpg 3 Textreme 3.jpg

Bild 2 + 3 : Einstreichen eines thixotropierten Epoxydharzes in den Bereichen der Nutzfläche, in denen das zugeschnittene TeXtreme®-Gewebe eingelegt werden soll.


Wichtiger Verarbeitungshinweis für eine luftblasenfreie Oberfläche

Um eine möglichst pinhole-freie Oberfläche zu erzielen, sollte die Formoberfläche mit einem thixotropierten Epoxydharz (bei diesem Beispiel Epoxydharz L 385 + Härter 386 + 7 % Gewichtsteile Thixotropiermittel) vorgestrichen werden. In diese wird das TeXtreme-Gewebe trocken eingelegt und ca. 10 Minuten gewartet. Anschließend folgt der weitere Laminataufbau.



4 Textreme 4.jpg

Bild 4: Die Form ist vorbereitet zum Einlegen des Gewebes


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Bild 5 + 6: Die Zuschnitte werden von Hand präzise aufgelegt, mittels Schaumstoffwalze angedrückt und verdichtet.

Nun sollte einige Minuten gewartet werden, so dass das Harz von unten die Fasern benetzen kann. Das Gewebe tränkt sich so fast von selbst.


7 Textreme 7.jpg

Bild 7: Kleine Korrekturen sind noch möglich.


8 Textreme 8.jpg

Bild 8: Die fertig eingelegte Torsionsverstärkung (D-Box).


Das fertige Modell in verschiedenen Ansichten

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Tortuga2.jpg Tortuga3.jpg



Tortuga4.jpg Tortuga5.jpg



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Hersteller von hochwertigen Modellflugzeugen aus TeXtreme®-Gewebe

SW-Composite
eMail

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Wings-and-More

Wings and More.jpg Wings and More2.jpg





A-SPREAD

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Lieferprogramm

R&G bietet zusätzlich zu TeXtreme die hochwertigen A-Spread-Gewebe eines anderen Herstellers.

Neben der sehr guten, weitgehend fehlerfreien Optik überzeugen auch die technischen Eigenschaften - für A-SPREAD wird eine sehr hochwertige Zwischenmodul-Kohlefaser (IM-Faser) verwendet: Tenax® IMS 65 24k

IM-Kohlefasern (Intermediate modulus = Zwischenmodul-Faser) sind für sehr leichte Anwendungen geeignet. Im Vergleich zu Standard-Kohlenstofffasern wie z.B. Tenax® HTS40 oder Torayca® T300 bietet diese Fasertype eine um ca. 20 % höhere Steifigkeit und eine um ca. 50 % höhere Zugfestigkeit bei erhöhter Bruchdehnung.

Technische Daten (Faser):
Zugfestigkeit: 6000 MPa, Zug-E-Modul: 290 GPa, Bruchdehnung: 1,9 %, Dichte: 1,78 g/cm³, Faserdurchmesser: 5 µm

Anwendungsgebiet:
A-SPREAD Kohlegewebe sind in erster Linie zur Herstellung von ultraleichten Faserverbund-Konstruktionen gedacht. Insofern wird bei der Herstellung größter Wert auf eine faserschonende und möglichst reibungsarme Verarbeitung der Carbonfasern gelegt. So ist gewährleistet, dass ein Maximum der Faserwerte erhalten bleibt und sich das vorhandene Leichtbaupotential optimal ausschöpfen lässt.
A-SPREAD Kohlegewebe sind auch für Design-Anwendungen geeignet. Allerdings können, trotz größter Sorgfalt bei der Herstellung, leichte Abweichungen im Webbild nicht vollständig ausgeschlossen werden. Insbesondere bei größeren Rollen können wir deshalb kein durchgehend gleichmäßiges Webbild garantieren.

Zusatzinfo:
Über A-Spread wird in verschiedenen Foren angeregt diskutiert. Hier der Link auf ein englischsprachiges Forum. Umrechnung der SI-Einheiten: 1 MPa (Megapascal) = 1 N/mm² = 0,102 kg/mm²


Anwendungsbeispiel im Modellbau

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