Holz-/Carbonrennrad
Bau eines Holz-Carbon Rennrad - FORM. FUNKTION. FREIHEIT.
Diplomarbeit von Vincenz Sonderegger und Adrian Müller, Abschlussklasse der HTL Imst
"In unserer Diplomarbeit verfolgen wir die Entwicklung, sowie den Bau eines völlig neuen Rennradrahmens. Wir verbinden Holz und Carbon, sodass Carbon effizienter eingesetzt werden kann und nur die Menge verwendet wird, die für Festigkeit und Steifigkeit notwendig ist. Das ist aufgrund der Holzform möglich, da Carbon dadurch so dünnwandig eingesetzt werden kann."
Unser Projekt dokumentieren wir auch online auf Instagramm
Über uns
Aus welchem Bereich kommt Ihr?
Wir kommen aus der Tischlerei, Innenarchitektur und dem Handwerk – verbunden mit unserer Begeisterung für den Radsport.
''''Wie kam es zu dieser Idee?
Ursprünglich wollten wir ein Rennrad aus massivem Holz bauen. Dabei haben wir schnell das große Potenzial von Holz erkannt und begonnen, es mit Carbon zu kombinieren.
'Was bedeutet das Projekt für Euch, die Umwelt und andere Menschen?
Für uns ist es die Verbindung von Handwerk, Technik und Leidenschaft. Für die Umwelt bedeutet es den Einsatz eines nachwachsenden Rohstoffs und weniger Carbon. Anderen Menschen können wir zeigen, dass nachhaltige Materialien, individuelle Lösungen und
Innovation im Handwerk möglich sind – und vielleicht Mut machen, eigene Ideen umzusetzen.
Unser Konzept:
- Unsere Holzhülle ersetzt die Negativform im Rahmenbau
- Keine Negativform, keine zusätzlichen Werkzeuge - jeder Rahmen kann individuell angepasst werden
- Holz dient gleichzeitig als Form für das Carbon und als schlagfeste Schutzschicht
- Wir verwenden nur soviel Carbon, wie für die Festigkeit nötig - Carbon-Lagen werden reduziert
- Wir verbinden High-Tech mit einem nachwachsenden Rohstoff
- Unser Ziel: Gewichtstechnisch auf Carbon-Niveau - bei höherer Schlagfestigkeit. Ob das gelingt zeigt sich beim Radmarathon
Zusätzliche Informationen zu unserem Konzept:
- Zur Kernidee und Bauweise
Unsere Idee ist es, die klassische Negativform überflüssig zu machen: Die äußere Hülle wird direkt aus Holz gefräst und dient gleichzeitig als Form für das Carbon. So sparen wir aufwendige Formen, Material und Energie – und schaffen einen Rahmen, der von Beginn an funktional aufgebaut ist. - Holz als Form und Schutz
Das Holz übernimmt bei unserem Rahmen gleich zwei zentrale Aufgaben: Es bildet die Form für das Carbon und schützt gleichzeitig die Struktur nach außen. Dadurch entsteht eine schlagfeste Oberfläche, während das Carbon gezielt im Inneren für Festigkeit sorgt. - Effizienter Einsatz von Carbon
Wir verwenden bewusst nur so viel Carbon, wie für die strukturelle Festigkeit notwendig ist. Die Form und ein Teil der Stabilität kommen aus dem Holz – so können im Vergleich zu klassischen Carbonrahmen mehrere Lagen eingespart werden.
Bau der ersten Prototypen
Tests verschiedener Wandstärken und Hölzern
Tests auf Steifigkeit, Festigkeit, Torsion, radialer Druck und Schlagfestigkeit
Planung und Konstruktion
Erstversuche der Knotenpunkte im 3D-Druck