Bauanleitung für ein Longboard

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Bauanleitung für ein Longboard-Deck mit Kern aus Birkensperrholz oder Aramid-Wabe und Glasfaser-/Kohlefaserverstärkung

 

Longboard-Laminat.png

Laminieren des Kerns mit Glasgewebe und Epoxydharz

 

 

Longboard.png

Das fertige Board

 

Longboard Wabe.png

Longboard mit Wabenkern
 

Herstellung, Text und Videos von Eric Steinbacher
Kontakt: eric.steinbacher@googlemail.com

 

Verschiedene Varianten im Test

 

1. Variante:

Airex C 70.75 als Kernmaterial mit Deckschichten aus Glasgewebe

Eric Steinbacher: Beim Laminieren entstanden Luftblasen und das Harz ließ sich (nach Durchhärtung) bei Beanspruchung zu leicht vom Schaum lösen. Darum stach ich beim zweiten Versuch mit einer Gabel unzählige Löcher von etwa 1-2 mm Tiefe auf beide, zu laminierenden Oberflächen. (Ich wurde dabei von meinem Professor inspiriert, der die 3D-Laminatvernadelung untersucht und prägte.) Der danach gefertigte Prototyp lies sich sogar einige Zeit fahren. Als ich mich jedoch mit meinem vollgepackten Rucksack nochmals auf die Räder stellte, war es der Schaum, der innerlich brach. Das Glasgewebe ist sehr elastisch, und punktuell war der Druck des Glasgewebes auf den Schaum zu groß, so dass er nachgab, worauf die resultierenden Kräfte im Ende erst den Schaum und das Glasgewebe aus dem Harz brechen ließen. Also ist der Hartschaum für ein flexibles Longboard, wie ich es mir erdacht habe, leider nicht zu verwenden.

 

2. Variante:

Birkensperrholz als Kernmaterial mit Deckschichten aus Glasgewebe

Eric Steinbacher: Das Board mit Kern aus Birkensperrholz fährt und macht großen Spaß! Es hielt sogar einem 100 kg-Menschen stand und ist durch das Glasgewebe flexibel, was vor allem in Kurven viel Freude bereitet.
Natürlich ist es ein Kompromiss zur Leichtbaukonstruktion geworden.

Youtube-logo.jpg  http://www.youtube.com/watch?v=pIwVNbxpJ6U


3. Variante:

Aramid-Wabe als Kernmaterial mit Deckschichten aus Glas- und Kohlegewebe

Eric Steinbacher: Durch die Leichtbauweise kann etwa die Hälfte an Gewicht eingespart werden: Ein vergleichbares Longboarddeck mit Birkensperrholzkern wiegt etwa 2,3 kg. Ein Deck mit Aramidwabenkern dagegen nur 1,2 kg.
Bemerkbar macht es sich dann mit Achsen und Rollen: beispielsweise mit zwei Holey-Trucks und Orangatang Durian-Rollen kommt die Holzkernvariante auf beachtliche 4,1 kg, während der Leichtbau mit nur 3 kg den Rücken belastet.
Wenn man die ganze Zeit fährt, spürt man den Unterschied wohl nicht, wenn man jedoch z.B. zwischen Fahren und Tragen wechselt, wie bei einem Stadtbummel beispielsweise, ist die Leichtbauvariante ein deutlich angenehmerer Begleiter.

Youtube-logo.jpg  http://www.youtube.com/watch?v=VzFI1p63JE0