Verarbeitung UP-Harze

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Ab welcher Temperatur können UP-Harze verarbeitet werden?

Cobaltvorbeschleunigte UP-Harze können ab 18 °C verarbeitet werden, um eine vollständige Aushärtung erzielen zu können. Unter dieser Mindesttemperatur ist durch eine verlängerte Gelierzeit mit der Gefahr einer erhöhten Styrolverdunstung und daraus resultierender Untervernetzung zu rechnen.

 

Kann ich durch eine Veränderung der MEKP-Zugabe die Topfzeit beeinflussen?

Die allermeisten bei R&G erhältlichen UP-Harzsysteme sind auf eine Zugabe von 2 % MEKP entwickelt worden. Durch eine geringfügige Abweichung nach oben oder unten (ca. ± 1 %), kann die Reaktivität den Arbeitsanforderungen angepasst werden. So kann im Sommer bei erhöhten Werkstatttemperaturen durchaus mit 1 % gearbeitet werden, im Winter wiederum auch mit 3 %. Beim UP-Gießharz "glasklar" sollte sogar bei Gießmengen über 1 l die MEKP-Zugabe verringert werden, um eine geringere Reaktionswärme und eine damit verbundene, geringeren Schwindung des Gießlings zu erzeugen. 

 

Wie kann ich bei UP-Gießharz "glasklar" klebrige Oberflächen vermeiden?

  • Es gibt einmal die Möglichkeit, in komplett geschlossene Formen aus kondensationsvernetzten Silikon-Abformmassen zu gießen. Es müssen dann nur der Anguss und die Steiger entfernt werden, was aber problemlos möglich ist, da das UP-Gießharz "glasklar" sich sehr gut schleifen und polieren lässt.
  • Die Alternative dazu ist das Abdecken der luftseitigen Oberfläche mit einer selbsttrennenden Kunststofffolie. Wir können dafür unsere Vakuumfolie RI200 empfehlen, die sehr robust und vor allem 100 %ig styrolbeständig ist.