Leichtes E-Glasgewebe mit 80 g/m² in Köperbindung für dünne Laminate und Bauteile mit gekrümmten Konturen.
Interglas 05533 mit Finish FK 144 verbindet einen geringen Faserauftrag je Lage mit der gegenüber Leinwandgeweben höheren Drapierfähigkeit einer Köperbindung. Geeignet für Sandwichbauteile, Beschichtungen sowie kleinere GFK-Bauteile und Platten.
Interglas 05533 mit Finish FK 144 ist ein leichtes E-Glasgewebe in Köperbindung. Mit einem Flächengewicht von 80 g/m² ermöglicht es dünne Glasfaserlagen und bietet durch die Köperstruktur eine gute Anpassungsfähigkeit an gekrümmte Bauteilgeometrien.
| Interglas |
05533 |
| Fasertyp |
E-Glas |
| Flächengewicht |
80 g/m² |
| Finish |
FK 144 |
| Webart |
Köper |
| Garn Kette / Schuss |
EC 9-34 / EC 9-34 |
| Fadenzahl Kette / Schuss |
12,0 / 11,5 Fd./cm |
| Breite |
100 cm |
Vorteile des Gewebes
Das geringe Flächengewicht von 80 g/m² ermöglicht dünne Glasfaserlagen mit niedrigem zusätzlichem Laminatgewicht. Das identische EC 9-34-Garn in Kette und Schuss sowie die ähnlichen Fadenzahlen von 12,0 bzw. 11,5 Fäden/cm sorgen für eine weitgehend gleichmäßige Faserverteilung in den beiden Hauptrichtungen.
Der wesentliche Verarbeitungsvorteil gegenüber einer Leinwandbindung liegt in der Köperstruktur. Die längeren Flottierungen und die geringere Anzahl an Fadenkreuzungen ermöglichen eine höhere Drapierfähigkeit. Dadurch kann sich das Gewebe besser an Rundungen und komplexere Bauteilkonturen anpassen.
Die höhere Drapierfähigkeit geht konstruktionsbedingt mit einer geringeren Schiebefestigkeit als bei einer vergleichbaren Leinwandbindung einher. Beim Zuschneiden und Positionieren sollte deshalb auf eine möglichst verzugsarme Handhabung geachtet werden.
Anwendungsgebiet
Das 80-g/m²-Köpergewebe eignet sich für Sandwichbauteile, Beschichtungen sowie kleinere GFK-Bauteile und Platten. Seine besondere Stärke liegt bei Anwendungen, bei denen sich das trockene Gewebe an gekrümmte oder dreidimensionale Konturen anpassen soll.
Typische Anwendungen:
- Gekrümmte und dreidimensional geformte GFK-Bauteile
- Sandwichbauteile und leichte Decklagen
- Beschichtungen und Oberflächenverstärkungen
- Kleinere GFK-Bauteile
- Dünne GFK-Platten
- Leichtbau- und Modellbauanwendungen
Geeignete Harzsysteme
Das Glasgewebe kann mit geeigneten Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharzen verarbeitet werden. Für dünne Laminate und eine gleichmäßige Tränkung sind niedrigviskose Laminierharze besonders zweckmäßig.
Bei anspruchsvolleren Leichtbau- und Formbauteilen werden häufig Epoxidharzsysteme eingesetzt, insbesondere wenn hohe mechanische Eigenschaften und eine gute Haftung auf dem jeweiligen Untergrund gefordert sind.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch |
63 g/m² |
| Laminatdicke |
0,088 mm |
| Laminatgewicht |
143 g/m² |
Vorteile der Breite 100 cm
Die Breite von 100 cm ist für kleinere und mittlere Composite-Bauteile sowie für gekrümmte Formteile gut handhabbar. Das Gewebe kann übersichtlich ausgelegt, zugeschnitten und an die Bauteilgeometrie angepasst werden.
Bei Bauteilen innerhalb der verfügbaren Breite ist eine durchgehende Belegung ohne zusätzlichen Längsstoß möglich.
Technische Hinweise
Köperbindung
Die Köperbindung besitzt weniger Fadenkreuzungen und längere Flottierungen als eine Leinwandbindung. Dadurch ist das Gewebe beweglicher und lässt sich besser an gekrümmte und dreidimensionale Bauteilformen anpassen.
Zuschneiden und Positionieren
Die höhere Drapierfähigkeit bedeutet gleichzeitig eine geringere Schiebefestigkeit gegenüber Leinwandgeweben. Das trockene Gewebe daher sorgfältig zuschneiden, aufnehmen und positionieren, um einen unerwünschten Fadenverzug zu vermeiden.
Harzauftrag
Das Harz gleichmäßig und dem Gewebe entsprechend aufbringen. Ein übermäßiger Harzauftrag erhöht Gewicht und Laminatdicke, ohne den Faseranteil oder die faserbedingte Verstärkungswirkung zu erhöhen.
Sandwichkonstruktionen
Das Gewebe kann für leichte Decklagen von Sandwichkonstruktionen eingesetzt werden. Der erforderliche Lagenaufbau richtet sich nach Kernwerkstoff, Bauteilgeometrie und mechanischer Beanspruchung.