Feines E-Glasgewebe mit 55 g/m² für leichte Beschichtungs-, Oberflächen- und Decklagen.
International Style 1280 mit nahezu symmetrischem Gewebeaufbau in Kett- und Schussrichtung. Geeignet für Holz- und Furnierbeschichtungen, Tragflächen im Modellflugzeugbau, dünne GFK-Laminate sowie Decklagen auf Waben- und Sandwichbauteilen. Die geschnittenen und verklebten Kanten (CC-Kanten) stabilisieren die Geweberänder bei der Verarbeitung.
International Style 1280 (vormals Interglas 05215) mit Finish FE 800 ist ein feines E-Glasgewebe in Leinwandbindung. Mit einem Flächengewicht von 55 g/m² eignet es sich für leichte Beschichtungs- und Decklagen sowie dünne GFK-Laminate, bei denen ein geringer Materialauftrag mit einer gleichmäßigen Glasfaserverstärkung kombiniert werden soll.
| International Style |
1280 (vormals Interglas 05215) |
| Fasertyp |
E-Glas |
| Flächengewicht |
55 g/m² |
| Finish |
FE 800 |
| Webart |
Leinwand |
| Garn Kette / Schuss |
EC 5-11 / EC 5-11 |
| Fadenzahl Kette / Schuss |
23,7 / 23,3 Fd./cm |
| Breite |
97,5 cm |
| Kantenausführung |
Geschnitten und verklebt (CC-Kante) |
Vorteile des Gewebes
International Style 1280 besitzt mit 23,7 Fäden/cm in Kettrichtung und 23,3 Fäden/cm in Schussrichtung einen praktisch symmetrischen Gewebeaufbau. Zusammen mit dem identischen Garn EC 5-11 in beiden Richtungen ergibt sich eine nahezu gleichmäßige Faserverteilung in Kette und Schuss.
Das Flächengewicht von 55 g/m² ermöglicht dünne und leichte Glasfaserlagen. Das Gewebe eignet sich damit besonders für Oberflächenverstärkungen und Decklagen, bei denen Gewicht und Laminatdicke gering gehalten werden sollen, gleichzeitig aber ein höherer Faserauftrag je Lage als bei sehr leichten Glasgeweben gewünscht ist.
Die Leinwandbindung besitzt aufgrund der hohen Anzahl von Fadenkreuzungen eine gute Schiebefestigkeit. Dies unterstützt das verzugsarme Zuschneiden und Positionieren. Zusätzlich sind die Gewebekanten geschnitten und verklebt (CC-Kante), wodurch die Randbereiche bei Handhabung und Verarbeitung stabilisiert werden.
Anwendungsgebiet
Das 55-g/m²-Glasgewebe eignet sich für leichte Beschichtungs-, Oberflächen- und Decklagen sowie für dünne GFK-Laminate. Durch den praktisch symmetrischen Aufbau kann es insbesondere dort eingesetzt werden, wo eine annähernd gleichmäßige Faserverteilung in Kett- und Schussrichtung gewünscht ist.
Typische Anwendungen:
- Beschichtung und Verstärkung von Holz- und Furnieroberflächen
- Tragflächenbeschichtungen im Modellflugzeugbau
- Decklagen auf Waben- und Sandwichbauteilen
- Dünne Oberflächen- und Decklagen in GFK-Laminaten
- Leichte Modellbau- und Composite-Bauteile
- Leiterplatten und technische Laminate
Geeignete Harzsysteme
Das Glasgewebe kann mit geeigneten Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharzen verarbeitet werden. Für dünne Beschichtungen und Laminataufbauten sind niedrigviskose Laminierharze vorteilhaft, da sie eine gleichmäßige Tränkung des feinen Gewebes erleichtern.
Für Holz- und Furnierbeschichtungen sowie anspruchsvollere Leichtbauanwendungen werden häufig Epoxidharzsysteme eingesetzt, insbesondere wenn eine gute Haftung auf dem Untergrund und hohe mechanische Eigenschaften gefordert sind.
Rechnerische Daten für Handlaminate mit 35 Vol.-% Fasern
| Harzverbrauch |
44 g/m² |
| Laminatdicke |
0,059 mm |
| Laminatgewicht |
99 g/m² |
Vorteile der Breite 97,5 cm
Die Breite von 97,5 cm ist für kleinere und mittlere Bauteile, Tragflächen, Modellbauteile sowie Holz- und Furnierflächen gut handhabbar. Das feine Gewebe lässt sich in dieser Breite übersichtlich auslegen, positionieren und zuschneiden.
Bei Bauteilen innerhalb der verfügbaren Gewebebreite kann die Fläche ohne zusätzlichen Längsstoß belegt werden. Für größere Flächen können mehrere Bahnen entsprechend der Bauteilgeometrie zugeschnitten und angeordnet werden.
Technische Hinweise
Praktisch symmetrischer Gewebeaufbau
Mit 23,7 Fäden/cm in Kettrichtung und 23,3 Fäden/cm in Schussrichtung sowie identischem Garn in beiden Richtungen ist das Gewebe praktisch symmetrisch aufgebaut. Dies unterscheidet Style 1280 von Geweben mit deutlich unterschiedlichen Fadenzahlen in Kette und Schuss.
CC-Kante
Die Gewebekanten sind geschnitten und verklebt. Diese als CC-Kante bezeichnete Ausführung stabilisiert die Randbereiche und reduziert ein Auflösen bzw. Ausfransen der Gewebekante bei Handhabung und Verarbeitung.
Harzauftrag
Das Harz gleichmäßig und dem Gewebe entsprechend sparsam aufbringen. Ein unnötiger Harzüberschuss erhöht Laminatgewicht und -dicke, ohne den Faseranteil oder die faserbedingte Verstärkungswirkung zu erhöhen.
Beschichtung von Holz und Furnier
Das geringe Flächengewicht ermöglicht eine dünne Glasfaserverstärkung mit geringer zusätzlicher Masse. Der Untergrund sollte sauber, trocken und für das verwendete Harzsystem geeignet sein.
Sandwichkonstruktionen
Das Gewebe kann für Decklagen von Waben- und Sandwichkonstruktionen eingesetzt werden. Der erforderliche Lagenaufbau richtet sich nach Kernwerkstoff, Bauteilgeometrie und mechanischer Beanspruchung und kann nicht allein aus dem Flächengewicht des Gewebes abgeleitet werden.
Leinwandbindung
Die hohe Anzahl an Fadenkreuzungen verleiht der Leinwandbindung eine gute Schiebefestigkeit und erleichtert das verzugsarme Zuschneiden und Handhaben. Für stark dreidimensional geformte Bauteile sind Köper- oder Atlasgewebe in der Regel besser drapierbar.