Preßformen aus Silikonkautschuk

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Pressformen zum Nasspressen werden vorwiegend dann verwendet, wenn die Geometrie des zu fertigenden Bauteiles eine gewisse Komplexität wie z.B. sehr geringe Radien und auch Kontursprünge aufweist. Das verwendete Gewebe oder Gelege wird so optimal verdichtet, wodurch auch der Faservolumengehalt des Laminates (50 - 60 % Vol. Anteil möglich) enorm profitiert.
Silicon, wie das verwendete ELASTOSIL® M 4601 ist selbsttrennend und nahezu inkompressibel, wodurch ein "Fließen" des Kerns stattfinden kann und somit eine optimale Verteilung der Presskraft gewährleistet ist.

Die zur Herstellung der Pressform verwendeten Wachsplatten simulieren die Wandstärke des späteren Laminataufbaus, so daß daraus ein entsprechender Abstand des Kerns zur eigentlichen Negativ-Form entsteht.

Die Negativ-Form kann entweder aus einem ca. 5-10 mm dicken Plattenlaminat oder einem mit Quarzsand hinterfüllten, dünnwandig lamininiertem Formkasten bestehen. Zusätzlich aufgeklebte Pressbeilagen aus Holz (Multiplex) ermöglichen ein schadfreies Anlegen von Schraubzwingen am Formenrand, um die Formhälften entsprechend zusammenzupressen.


Wachsplatten Silicon.jpg

Eine Hälfte der Negativ-Form mit eingelegter Wachsplatte und Silicon-Kern 



Stempelform.jpg


Preßform3.jpg     Preßform4.jpg


Geschlossene Negativ-Form mit Silicon-Kern 



Preßform1.jpg   


Die Negativ-Formenhälften sind mit Wachsplatten in entsprechender Stärke ausgelegt, um die Dicke des im Flügel verwendeten Sandwich-Aufbau zu simulieren (Aramid-/Kohlegitter-Gewebe 40 g/m2 / Rohacell RHC 51F / Glasgewebe 25 g/m2 > Gesamtdicke ca. 1,2 mm) 



   Preßform2.jpg     


Hier sind sehr gut die zusätzlich aufgebrachten Wachsplatten-Abschnitte zu sehen, die eine spätere Fixierung des Silicon-Kerns ermöglichen 


 

  Preßform9.jpg     Preßform7.jpg     Preßform5.jpg


Die Formschlösser sind hier sehr gut am Silicon-Kern zu erkennen