Das ultraleichte Kohlefaservlies mit nur 8 g/m² verbessert die Oberflächenqualität hochwertiger Faserverbundbauteile. Es reduziert Print-Through und Pinholes, sorgt für eine gleichmäßige Harzverteilung und kann den Nachbearbeitungsaufwand deutlich verringern. Geeignet für Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze.
Beschreibung
Das Kohlefaservlies 8 g/m² wurde speziell für hochwertige Composite-Oberflächen entwickelt. Als dünne Oberflächenlage sorgt es für eine gleichmäßige, harzreiche Deckschicht und verbessert das Oberflächenbild von Laminaten.
Die feine Verteilung der kurzen Kohlefasern reduziert das Durchzeichnen der darunterliegenden Gewebe- oder Gelegestruktur (Print-Through), vermindert Pinholes und andere Oberflächenfehler. Dadurch lassen sich Schleif-, Spachtel- und Polierarbeiten häufig deutlich reduzieren.
Mit einem Flächengewicht von nur 8 g/m² beeinflusst das Vlies das Bauteilgewicht praktisch nicht und eignet sich besonders für anspruchsvolle Leichtbauanwendungen. Aufgrund der Kohlefasern kann es außerdem für elektrisch leitfähige oder elektrostatisch ableitfähige Oberflächenschichten eingesetzt werden.
Vorteile
Das Kohlefaservlies sorgt für eine gleichmäßigere und hochwertigere Oberfläche, verbessert die Harzverteilung und reduziert typische Oberflächenfehler wie Print-Through und Pinholes. Dadurch lässt sich der Nachbearbeitungsaufwand häufig deutlich verringern, ohne das Laminat nennenswert schwerer zu machen.
Typische Anwendungen
Das Kohlefaservlies wird überall dort eingesetzt, wo hochwertige Composite-Oberflächen gefordert sind – beispielsweise im Fahrzeugbau, Motorsport, Luftfahrt, Formen- und Werkzeugbau, Maschinenbau sowie im Modellbau. Ebenso eignet es sich für hochwertige Sicht-Carbon-Bauteile sowie elektrisch leitfähige oder elektrostatisch ableitfähige Oberflächenschichten.
Verarbeitung
Das Vlies wird als Oberflächenlage verarbeitet und vollständig mit dem verwendeten Harzsystem getränkt. Anschließend erfolgt der Laminataufbau mit den gewünschten Verstärkungsfasern.
Geeignet für folgende Composite-Fertigungsverfahren:
- Handlaminieren
- Vakuuminfusion
- RTM-Verfahren
- Filament Winding
- Pultrusion
- Pressverfahren (nach Prüfung der Material- und Prozesskompatibilität)
Eine gleichmäßige und vollständige Tränkung ist Voraussetzung für eine optimale Oberflächenqualität. Vorversuche werden empfohlen.
Technische Daten
| Flächengewicht | 8 g/m² |
| Breite | 100 cm |
| Dicke (bei 10 kPa) | 0,24 mm |
| Fasertyp | HT-Kohlefaser |
| Faserlänge | 6 und 12 mm |
| Faserdurchmesser | ca. 7 µm |
| Binder | PVA (Polyvinylalkohol) |
| Zugfestigkeit | 36 N / 15 mm |
| Oberflächenwiderstand* | 4 Ω/Fläche |
| Geeignete Harzsysteme | Epoxid-, Polyester- und Vinylesterharze |
Technische Hinweise
Das Kohlefaservlies ist als Oberflächen- und Funktionslage konzipiert und ersetzt keine strukturelle Verstärkung durch Gewebe, Gelege oder unidirektionale Fasern.
Der angegebene Oberflächenwiderstand wurde unter definierten Prüfbedingungen ermittelt. Die tatsächlich erreichbare elektrische Leitfähigkeit hängt vom Harzsystem, dem Laminataufbau und der elektrischen Kontaktierung ab.
*Gemessen mit einem quadratischen Vermason-Kontaktblock (75 × 75 mm) unter einer Prüflast von 1 kg.