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Surfboard Material zum Bauen & Reparieren vom Composite-Spezialisten

Surfboard selber bauen

Ob Shortboard, Fish oder Longboard: Wer sein Surfboard selbst baut oder ein gebrochenes Board wieder fit macht, braucht aufeinander abgestimmte Materialien. Den entscheidenden Unterschied machen das richtige Epoxidharz und das passende Glasgewebe. Genau dieselbe Kombination, mit der professionelle Shaper arbeiten, bekommen Sie bei R&G aus einer Hand, inklusive Beratung und ausführlichen Anleitungen aus unserem Wiki.

Warum Glasfaser und Epoxidharz das ideale Surfboard-Material sind

Ein Surfboard besteht im Kern meist aus leichtem Schaum und außen aus einem dünnen, faserverstärkten Laminat. Diese Bauweise ist aus gutem Grund Standard:

  • Geringes Gewicht bei hoher Festigkeit, weil die Glasfaser die Kräfte aufnimmt und der Schaumkern für Auftrieb sorgt.
  • Hohe Schlag- und Bruchfestigkeit durch das zähe Epoxid-Laminat.
  • Wasserdichte, reparaturfreundliche Oberfläche, die sich jederzeit nachlaminieren lässt.
  • Volle Designfreiheit, da sich Harz einfärben und das Board lackieren lässt.

Für klare, vergilbungsarme Decks empfehlen wir hochtransparentes Epoxidharz. Es ist UV-stabiler und optisch deutlich hochwertiger als einfaches Polyesterharz.

Welches Material brauche ich für den Surfboard-Bau?

Epoxidharz

Surfboard selber bauen

Das Herzstück jedes Boards ist das Laminierharz. Bewährt hat sich das hochtransparente Epoxidharz HT2: Es ist glasklar, vergilbungsarm und einfach zu verarbeiten. Das Mischungsverhältnis (bei HT 2:100:48) muss mit einer Grammwaage exakt eingehalten werden. Pro Board rechnen Sie je nach Größe mit etwa 1 bis 2 kg Harz inklusive Härter. Eine Übersicht aller Systeme finden Sie in der Kategorie Epoxidharze.

Glasgewebe

Für die Verstärkung kommt Glasfasergewebe in Köper-Bindung zum Einsatz. Für Surfboards hat sich Glasgewebe 163 g/m² Köper bewährt: leicht, gut drapierbar und transparent im fertigen Laminat. Üblich sind eine Lage auf der Unterseite und zwei Lagen auf der Oberseite, mit zusätzlichen Verstärkungen an Spitze und Heck. Das gesamte Glasfaser-Sortiment finden Sie unter Faserverstärkungen.

Kern, Füllstoffe & Finnen

Als Kern eignen sich leichte XPS- oder Hartschaumplatten. Zum Einkleben von Finnen-Plugs und zum Verspachteln mischen Sie Epoxidharz mit Glashohlkugeln und anderen Füllstoffen zu einer leichten, gut streichbaren Paste an.

Werkzeug & Arbeitssicherheit

Für sauberes Laminieren brauchen Sie Laminierwerkzeug wie Pinsel, Spachtel und Entlüftungsroller. Beim Arbeiten mit Harz gilt: Sicherheit zuerst. Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz finden Sie in der Kategorie Arbeitssicherheit.

Surfboard selbst bauen: Schritt für Schritt

Vom Shape über den Kernbau bis zum Laminieren, Top Coat und Finnen-Setzen: Eine ausführliche Anleitung in sieben Schritten, inklusive aller verwendeten Materialien, finden Sie in unserem Wiki:

Surfboard bauen – die vollständige Anleitung

Surfboard reparieren: gebrochene Boards retten

Ein gesnapptes oder eingedrücktes Board ist meist kein Totalschaden. Mit Epoxidharz, etwas Glasgewebe und Füllstoff lassen sich Dings, Risse und sogar Brüche dauerhaft reparieren. Das ist nachhaltiger und günstiger als ein neues Board. Für Reparaturen eignen sich neben Harz und Glasgewebe auch Spachtelmassen sowie das Reparatur-Sortiment von Empacher. Die komplette Anleitung in fünf Schritten:

Surfboard reparieren – die vollständige Anleitung

Häufige Fragen zum Surfboard-Material

Welches Harz ist das beste für ein Surfboard?

Für DIY-Surfboards empfehlen wir Epoxidharz statt Polyesterharz. Epoxid haftet besser, ist schlagzäher, UV-stabiler und greift im Gegensatz zu Polyester den verbreiteten XPS-Schaumkern nicht an. Hochtransparentes Epoxidharz HT 2 bleibt zudem klar und vergilbt kaum, was besonders bei sichtbaren Decks wichtig ist.

Welches Glasgewebe nehme ich für ein Surfboard?

Bewährt hat sich Glasgewebe mit 163 g/m² in Köper-Bindung. Es ist leicht, legt sich gut um die Rails und wird im Laminat schön transparent. Üblich sind eine Lage auf der Unterseite und zwei Lagen auf der Oberseite, mit Zusatzlagen an Spitze und Heck.

Wie viel Material brauche ich für ein Board?

Für ein durchschnittliches Board (z. B. 5'8'') rechnen Sie mit rund 1 bis 2 kg Epoxidharz inklusive Härter und etwa 5 bis 6 Metern Glasgewebe in passender Breite, abhängig von Boardlänge und Anzahl der Lagen. Eine genaue Berechnung ermöglicht unser Laminatrechner.

Kann man ein gebrochenes Surfboard wirklich wieder reparieren?

Ja. Selbst ein durchgebrochenes Board lässt sich mit eingesetzten Holzlatten als Verbindung, Epoxidharz und neuem Glaslaminat so reparieren, dass es wieder voll surfbar ist. Wichtig ist, das Board vorher vollständig zu trocknen und alle losen, delaminierten Stellen zu entfernen.

Warum Epoxidharz statt Polyesterharz?

Polyesterharz löst handelsüblichen XPS-Schaum an und ist spröder. Epoxidharz ist haftstärker, schlagzäher und für nahezu alle Kernmaterialien geeignet. Für langlebige Eigenbauten und Reparaturen ist Epoxidharz daher die bessere Wahl.