
Vakuumfolie für den Faserverbundbau
Vakuumfolie ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Herstellung hochwertiger Faserverbundbauteile. Sie ermöglicht das Evakuieren von Luft aus dem Laminataufbau und sorgt so für optimale Kompression, höheren Faservolumengehalt und bessere mechanische Eigenschaften. R&G bietet ein umfangreiches Sortiment an Vakuumfolien, Folienschläuchen und Dichtbändern für Vakuumpressen, Vakuuminfusion und Autoklav-Verfahren.
Funktion und Einsatzbereiche
Beim Vakuumverfahren wird die Vakuumfolie luftdicht über das Laminat gelegt und mit Vakuum-Dichtband abgedichtet. Eine Vakuumpumpe evakuiert die Luft, wodurch der atmosphärische Druck das Laminat gleichmäßig komprimiert. Überschüssiges Epoxidharz wird herausgedrückt, Lufteinschlüsse werden eliminiert und die Fasern optimal verdichtet.
Vakuumfolien von R&G sind temperaturbeständig von 120 °C bis 260 °C und eignen sich damit sowohl für Raumtemperatur-Aushärtung als auch für die Verarbeitung von Prepreg im Ofen oder Autoklav.
Vakuumfolien-Varianten bei R&G
Vakuumfolie ungelocht
Ungelochte Vakuumfolien bilden eine luftdichte Barriere über dem Laminat. Sie sind die Standardwahl für das Vakuumpressen und werden in verschiedenen Stärken (25–80 my) und Temperaturbeständigkeiten angeboten. Folien mit hoher Bruchdehnung (bis 900 %) passen sich auch komplexen Bauteilgeometrien an, ohne zu reißen.
Vakuumfolie gelocht (Lochfolie)
Gelochte Vakuumfolien (Lochfolien) besitzen definierte Perforationen, die den kontrollierten Harzfluss ermöglichen. Sie werden direkt auf das Abreißgewebe gelegt und regulieren die Harzmenge im Laminat. Verschiedene Lochbilder (P1, P3) ermöglichen unterschiedliche Harzabführungsraten – P1 für stärkeren, P3 für geringeren Harzaustritt.
Vakuum-Folienschlauch
Folienschläuche aus PA/PP/PA sind ideal für die Herstellung von Rohren und Profilen. Der Schlauch wird über den Kern mit dem Laminat gestülpt und im Vakuumverfahren komprimiert. Mit Temperaturbeständigkeit bis 180 °C eignen sie sich auch für Prepreg-Verarbeitung.
Vakuum-Dichtband
Vakuum-Dichtband ist eine dauerelastische Butyl-Masse, die luftdichte Verbindungen zwischen Vakuumfolie und Werkzeug herstellt. Es haftet auf glatten Oberflächen und lässt sich nach der Aushärtung rückstandsfrei entfernen. R&G bietet Dichtbänder für verschiedene Temperaturbereiche: bis 90 °C für Standardanwendungen, bis 204 °C für Autoklav-Prozesse.
Die richtige Vakuumfolie wählen
Die Wahl der Vakuumfolie hängt von der Anwendung ab:
Für Vakuumpressen bei Raumtemperatur genügen Standardfolien bis 120 °C. Bei Prepreg-Verarbeitung im Ofen sind Folien bis 180 °C erforderlich. Für Autoklav-Prozesse empfehlen wir hochtemperaturbeständige Folien bis 260 °C.
Bei der Vakuuminfusion arbeiten Sie mit ungelochter Folie und Fließhilfen. Beim Vakuumpressen mit Prepreg kombinieren Sie gelochte Folie mit Abreißgewebe und Saugvlies für optimalen Harzgehalt.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was ist Vakuumfolie?
Vakuumfolie ist eine temperaturbeständige Kunststofffolie für den Faserverbundbau. Sie wird luftdicht über das Laminat gelegt und ermöglicht durch Evakuierung eine gleichmäßige Kompression des Bauteils während der Aushärtung.
Welche Vakuumfolie für welchen Einsatz?
Für Raumtemperatur-Aushärtung genügen Folien bis 120 °C. Für Prepreg und Ofenaushärtung wählen Sie Folien bis 180 °C. Für Autoklav-Verfahren benötigen Sie hochtemperaturbeständige Folien bis 260 °C. Die Bruchdehnung sollte zur Bauteilgeometrie passen.
Was ist der Unterschied zwischen gelochter und ungelochter Vakuumfolie?
Ungelochte Vakuumfolie bildet eine luftdichte Barriere – Standard für Vakuuminfusion und einfaches Vakuumpressen. Gelochte Folie (Lochfolie) ermöglicht kontrollierten Harzaustritt und wird beim Prepreg-Vakuumpressen eingesetzt, um den optimalen Faservolumengehalt zu erreichen.
Wofür braucht man Vakuum-Dichtband?
Vakuum-Dichtband dichtet die Vakuumfolie luftdicht gegen das Werkzeug oder die Form ab. Ohne diese Abdichtung kann kein Vakuum aufgebaut werden. Das Dichtband ist wiederverwendbar und lässt sich rückstandsfrei entfernen.